Medvedev verliert die nerven: teure wut auf monte-carlo-hartplatz
Daniil Medvedev hat in Monte-Carlo nicht nur ein frustrierendes Duell gegen Matteo Berrettini erlebt, sondern auch eine teure Lektion gelernt: Sportschlägerei auf dem Platz zahlen sich eben nicht aus. Der ehemalige Weltranglisten-Erste musste sich nicht nur in einem denkwürdigen Doppel-6:0-Debakel geschlagen geben, sondern auch mit einer empfindlichen Strafe auseinandersetzen.
Der kollaps im zweiten satz
Die 49 Minuten gegen Berrettini waren für Medvedev offenbar zu viel. Nachdem er im ersten Satz bereits deutlich unterlegen war, offenbarte er im zweiten Satz seine Frustration mit einer Reihe von unkontrollierten Schlägern gegen seine eigene Ausrüstung. Die Hartplatz-Beschichtung des Fürstentums wurde dabei mehr als nur berührt, denn Medvedev ließ seiner Wut freien Lauf und zersplitterte seinen Rahmen in mehrere Teile. Ein „olé“-Ruf des Publikums während dieser Eskapade unterstrich die bizarre Szene, die sich abspielte.
Die Konsequenz ließ nicht lange auf sich warten. Der Stuhlschiedsrichter verhängte eine „Code Violation“ – eine unsportliche Verwarnung – und die Organisatoren folgten mit einer Strafe von 7.000 Dollar. Diese Summe mag im Vergleich zu den rund 50.000 Dollar, die Medvedev in Monte-Carlo verdiente, gering erscheinen, doch sie ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass solches Verhalten nicht toleriert wird.

Vergleichsweise milde strafe
Betrachtet man die Strafen, die Medvedev in den vergangenen Grand-Slam-Turnieren für ähnliche Ausbrüche hinnehmen musste – 76.000 Dollar bei den Australian Open und 42.500 Dollar bei den US Open – so wirkt die aktuelle Strafe fast schon harmlos. Aber die doppelte Niederlage – sowohl am Netz als auch im Portemonnaie – sollte Medvedev zum Umdenken anregen. Die Frage ist, ob er aus dieser Erfahrung lernt und seine Emotionen in Zukunft besser kontrollieren kann. Denn eines ist klar: Die Emotionen des russischen Tennisstars scheinen manchmal die Oberhand zu gewinnen, was nicht nur seine Leistung, sondern auch seinen Geldbeutel beeinträchtigt.
