Mckennie packt aus: zu dick für juve? „kommt mir vor die tür und sagt es ins gesicht“

Weston McKennie lässt die Maske fallen. Im Podcast „The Cooligans“ schlägt der US-Boy der Juventus seine Kritiker mit offenen Visier: „Wer mir online auf den Zahn fühlt, soll vorbeikommen und es mir ins Gesicht sagen.“ Der Grund: sein Körpergewicht, das in Italien zur Chefsache wurde.

Von social-media-hass bis leistungsdruck – mckennies balanceakt

Der 26-Jährige erzählt, wie er jahrelang mit zusätzlichen Kilos durchkam. „Ich war jung, konnte ununterbrochen rennen – meistens bin ich der Spieler mit den meisten Metern“, sagt er. Doch die Serie A ist kein Freizeitpark. Mit zunehmendem Alter und wechselnden Trainern wurde das Thema „Body Management“ unumgänglich. „Hydration, Ernährung, Regeneration – ich hasse das Zeug, aber es ist Teil des Jobs geworden“, gesteht McKennie.

Die Juve stellte ihn mehrfach aufs Abstellgleis, zuletzt im Sommer 2024. Vertrag bis 2025, Marktwert sinkend, Gerüchte über einen Abschied. „Ich hätte die einfache Route nehmen können: ‚Okay, ihr wollt mich nicht – ich bin weg.‘ Aber ich wusste, dass ich hier spielen kann“, so der Mittelfeldspieler. Er blieb, kämpfte sich zurück und eroberte sich unter Luciano Spalletti wieder einen Stammplatz.

Der ami, der nie in die canvas passte

Der ami, der nie in die canvas passte

Für McKennie ist das nichts Neues. Schon in der U-Nationalmannschaft wurde er aussortiert, hörte Sätze wie „nicht gut genug“. Kritik ist sein Treibstoff. „Sie hat mich immer besser gemacht, nie runtergezogen“, betont er. Diese Mentalität macht ihn für die Juventus aktuell unverzichtbar: Ballgewinn, Ballsicherheit, Zweikampf – seine Statistiken liegen in dieser Saison bei Bestwerten.

Die Kurve nach oben ist messbar: McKennie lief in 2024 bereits über 2.200 Minuten für Juve, nur drei Feldspieler kamen auf mehr Einsatzzeit. Die Zahlen sprechen für sich, die Hater werden leiser. „Wenn du mit dem Rücken zur Wand stehst, gibt es nur eine Richtung: nach vorne.“ Für McKennie heißt sie Scudetto – und vielleicht die nächste Podcast-Folge.