Mbc zertrümmert alba berlin und beendet horror-serie mit kantersieg
Ein Knall wie aus der Kanone: Der Syntainics MBC hat die Basketball-Bundesliga mit einem 99:68-Kanonschlag gegen Alba Berlin aufgerüttelt und nach 13 Pleiten in Folge den Bann gebrochen. Die Weißenfelser feierten im eigenen Hexenkessel einen Sieg, der längst überfällig war – und der Milenko Bogicevic endlich den ersten Erfolg als neuer Coach bescherte.
Die nacht, in der alba in der provinz versank
Die Stadthalle bebte, als Spencer Reaves nach 23 Punkten die Arme in die Höhe riss. „Wir haben gebrüllt, nicht nur gespielt“, sagte der Shooting Guard, dessen Dreierquote mit 42 Prozent die Berliner Abwehr wie Butter zerschnitt. Denn was hier geschah, war kein Zufall, sondern eine Demontage mit Ansage.
Die Zahlen lügen nicht: 13 von 31 Dreiern trafen die Mitteldeutschen, die Gäste nur 7 von 22. Unter den Körben dominierte der MBC mit 40:31 Rebounds – ein Wert, der bei Alba normalerweise als Frechheit gilt. Dazu nur sechn Ballverluste gegenüber elf der Hauptstädter. Bogicevic, der von 2012 bis 2016 selbst bei den Albatrossen assistierte, hatte seinen Ex-Arbeitgeber gnadenlos durchdekliniert.

Bogicevic zündet den turbo nach dem debakel
Vier Spiele hatte der 42-jährige Bosnier gebraucht, um seine erste Bundesliga-Niederlage als Chefcoach zu verhindern – und wie. „Ich habe den Jungs eingeredet, dass Alba nur Menschen sind“, verriet er nach dem Schlusspfiff. Die Antwort kam von Khyri Thomas (18 Punkte), Jure Planinic (17), Charles Callison (16) und Marcus Foster (14), die gemeinsam ein Offensiv-Feuerwerk entfachten.
Für Alba-Coach Israel González war es ein Debakel, das sich über 40 Minuten zog. Nach dem 14:13 in der siebten Minute lag sein Team nie wieder vor. Ein 8:0-Lauf der Gastgeber zwischen der 18. und 23. Minute schoss die Führung auf 57:44 – und die Moral der Berliner in den Keller. Malte Delow (14) und Jack Kayil (13) wirkten wie verlorene Schafe im Sturm.

Der aufstand der provinz gegen die hauptstadt
Die 78:55-Führung in Minute 29 war mehr als eine Zahl. Sie war ein Statement: Wir sind noch nicht abgestiegen, wir sind noch nicht erledigt. Die Fans im Block D sangen „Wir sind wieder wer!“, während die Alba-Ultras schon vorzeitig Richtung Ausgang strömten.
Für die Gäste bedeutet die Niederlage den dritten Verlust in den letzten fünf Spielen – ein Warnsignal vor dem Playoff-Angriff. Für den MBC hingegen ist der Sieg nicht nur ein Befreiungsschlag, sondern auch ein Blick in die Zukunft: Mit nun 6:18 Punkten rückt der Abstiegsgürtel ein Stückchen weiter weg.
Am Ende standen die Spieler mit erhobenen Fäusten auf dem Parkett. Bogicevic umarmte jeden Einzelnen. „Heute haben wir nicht nur gewonnen, wir haben gezeigt, dass wir leben“, sagte er. Die Horror-Serie ist Geschichte – und die nächste Überraschung längst nicht ausgeschlossen.
