Mbc schlägt vechta und fliegt aus dem keller: drei siege, ein atemzug

Weißenfels – ein Pulverfass, ein Korb wie ein Ventil. Der Syntainics MBC warf den Ball hinein und Rasta Vechta hinaus: 90:82, der dritte Liga-Sieg in Serie. Die Relegation? Vom Schreckgespenst zur Randnotiz in einer einzigen Woche.

Spencer reaves lässt die sirene erklingen

19 Punkte, vier Dreier im letzten Viertel – die Zahlen klingen nüchtern, das Gefühl ist es nicht. Reaves traf den Dreher mit Ablauf, Sekunden später donnerte Tevin Browns Antwort nur noch an den Ring. Der US-Boy aus Arkansas verwandelte danach die Freiwürfe, Weißenfels tobte, Vechta verlor erstmals seit der Länderspielpause. Die 22:30-Punkte-Bilanz der Niedersachsen rutschte auf Rang zwölf, Chemnitz behält als Playin-Zehnter die bessere Ausgangslage.

Was niemand vor drei Wochen wagte, ist jetzt Fakt: MBC steht auf Platz 15, hat die Veolia Towers Hamburg überholt und zwei Zähler Vorsprung auf den Strich. Die Rechnung ist simpel: noch vier Spiele, eine weiße Weste – und die 2. Bundesliga bleibt ein Schrecken ohne Adresse.

Bogicevic zieht die notbremse – und trifft

Bogicevic zieht die notbremse – und trifft

Milenko Bogicevic rotierte kurz, schickte Charles Callison auf den Flügel, zog Center Till Isemann raus. Vechta reagierte einen Tick zu spät, die Defense stand offen wie ein Scheunentor. Die Folge: 47:37 zur Pause, 90:82 am Ende – und ein Trainer, der nach Abpfiff nur noch „Luft“ sagte, „endlich wieder Luft“.

Die Saison ist noch lang, der Atem jetzt tief. In Weißenfels glaubt man wieder an das Spiel – und an den Verbleib. Wer die letzten Minuten hörte, weiß: Diese Mannschaft pfeift nicht nur, sie schreit. Die Liga soll sich warm anziehen.