Maxi arce schlägt ein: jetzt spielt er mit tello auf weltniveau

Die Nummer 59 der Welt kriegt den Anruf, auf den jeder Profi wartet. Maxi Arce wechselt zu Juan Tello – und sprengt mit einem Schlag die komplette Premier-Padel-Tabelle.

Warum diese paarung alle pläne über den haufen wirft

Arce war 2023 noch ein Geheimtipp, der mit Pablo Lijó aus dem Niemandsland bis an die Spitzen-Turniere raste. Jetzt zieht der Salteño die Notbremse, um mit dem „Gato“ Tello ein Projekt mit Final-Four-Potenzial zu starten. Die beiden stehen bereits für den P2 in Brüssel (20. bis 26. April) auf der Liste – als Nummer 45 und 13 der Setzliste. Konsequenz: Sie treffen frühestens im Achtelfinale auf die Top-Favoriten. Keine Wildcard, kein Schonraum – nur blankes Feuer.

Lijó bleibt auf dem Feld sitzen. In einem Instagram-Video, das sich wie ein Abschiedsbrief liest, spricht er von „einer Wette, die aufging“, und klingt dabei fast so, als hätte er selbst das Ende nicht kommen sehen. „Wir haben bewiesen, dass es egal ist, wie viele Quali-Runden wir drehen – wir können mit jedem mithalten.“ Faktisch sucht der Galicier nun einen neuen Partner, der bereit ist, wieder von null an zu beginnen.

Der domino-effekt beginnt sofort

Der domino-effekt beginnt sofort

Edu Alonso verliert seinen Stamm-Platz an der Seite von Tello und fehlt komplett im Starterfeld von Brüssel. Die Gerüchteküche brodelt: Jairo Bautista könnte einspringen – vor allem, weil Lucas Campagnolo nach seinem Kreuzbanddrama in Miami auf lange Zeit ausfällt. Bautisto und Alonso kennen sich aus gemeinsamen Challenger-Jahren, ein Bollwerk aus Erfahrung und Kampfgeist.

Weiter unten im Ranking tanzen die Namen: Pablo García, Álvaro Cepero, Javi Leal – alle buchen spontan Tickets nach Belgien, weil sie wissen: Wer jetzt nicht zuschlägt, fliegt aus der Top-50-Zone, bevor der Sommer beginnt.

Die Zahl, die alles erklärt: Arce hat in zwölf Monaten 1.026 Positionen gutgemacht – mehr als jeder Spieler zuvor in der FIP-Ära. Sein Drive ist zur Zeit der effizienteste der Tour, 72 % aller Vorhand-Bälle enden mit Gewinnpunkt oder direktem Fehler des Gegners. Tello bringt dagegen die Erfahrung von 27 World-Tournament-Finals mit. Das Duo vereint Explosivität und Nervenstärke – eine Mischung, die selbst Coello und Tapia aufmerken lässt.

Brüssel wird also zur ersten Feuerprobe – und gleichzeitig zur offenen Rechnung. Denn wer hier früh scheitert, rutscht in der Champions-Race wieder Richtung Qualifikation. Arce kennt diesen Weg, er hat ihn schon einmal hinter sich gebracht. Diesmal will er ihn nicht wiederholen, sondern beenden.