Matthäus platzt der kragen: var versagt im keller, regel ist schmarrn
Lothar Matthäus schlägt mit der Faust auf den Tisch. Wieder einmal. Der Rekordnationalspieler hat die Schnauze voll vom Video-Assistenten, der am Wochenende das Handspiel von Yan Couto im Strafraum ignorierte und dem 1. FC Köln den viel diskutierten Ausgleich gegen Borussia Dortmund verwehrte.
Der var im keller trinkt kaffee statt fehler zu korrigieren
„99 Prozent der Menschen würden Elfmeter geben, nur die im Kölner Keller nicht“, schreibt Matthäus in seiner Sky-Kolumne. Er spricht von „Fehleinschätzung“ und „ärgerlich“, doch dahinter brodelt Wut. Seit Jahren fordert er Konsequenz, bekommt aber Willkür. Die Bilder zeigen klar: Couto fälscht den Ball mit der Hand ab, der VAR schweigt. Für Matthäus kein Einzelfall, sondern System.
Er fragt sich, was die Kollegen in der Kölner VAR-Zentrale eigentlich treiben. „Sitzen sie die ganze Zeit vor den Monitoren und prüfen jede einzelne Szene? Ab und zu hat man das Gefühl, die gehen zwischendurch mal einen Kaffee trinken.“ Der Satz klingt wie Spaß, ist aber ein Seitenhieb auf Arbeitsmoral und Technik zugleich.

Handspielregel ist für matthäus der größte schmarrn
Statt über Absicht zu richten, will er klare Messlatte: „Vergrößert der Spieler die Körperfläche, ist es Strafstoß. Punkt.“ Für ihn zählt nicht, ob Yan Couto die Hand absichtlich hinhält, sondern dass er durch die Bewegung den Ball blockiert. Gleiches gelte für das Foul von Simpson-Pusey an Beier oder Schlotterbecks Attacke gegen Stanisic – alles keine Absicht, trotzdem Rot. Die Regel, die zwischen absichtlich und unabsichtlich unterscheidet, nennt er „größten Schmarrn“.
Matthäus sieht das deutsche System im Vergleich zu Europa zurück. In der Champions League und bei der Klub-WM funktioniere der VAR reibungsloser. „Die internationalen Spezialisten haben auch nur zwei Augen, aber es braucht den Mut, etwas anzuzeigen.“ Der deutsche Schiedsrichter im Keller müsse endlich Fehler anerkennen, statt sie zu vertuschen.
Die Folge: Spieler, Trainer und Fans verlieren das Vertrauen. Köln verliert zwei Punkte, Dortmund profitiert, die Liga lacht nicht mit. Matthäus fordert keine Revolution, sondern nur das, was der VAR verspricht: Gerechtigkeit. Solange der Kölner Keller Kaffeekränzchen statt klare Entscheidungen liefert, bleibt der VAR ein Ladenhüter – und Matthäus schreibt weiter wütende Kolumnen.
