Matarazzo plantzt zweifel: final gegen sevilla beeinflusst alaves-aufstellung!

Ein Schatten liegt über dem La-Liga-Duell zwischen Real Sociedad und Deportivo Alaves: Trainer Pellegrino Matarazzo deutet an, dass die bevorstehende Copa del Rey Final gegen Sevilla Auswirkungen auf seine Aufstellung für morgen haben könnte. Ein taktisches Schachspiel, das die Fans in Sorge versetzt – und die Frage aufwirft, wie ernst es die Basken mit dem Kampf um Europa wirklich meinen.

Rotation oder kampfansage? matarazzo schweigt

Rotation oder kampfansage? matarazzo schweigt

Die Frage, ob Matarazzo angesichts des Finales am kommenden Samstag bereits Kräfte sparen wird, lastet schwer auf dem Spiel gegen Alaves. „Wir sind uns des wichtigen Termins am Samstag bewusst“, räumte der Coach ein, „und wenn ein Spieler ein erhöhtes Verletzungsrisiko birgt, könnte es sein, dass er morgen ausfällt oder nur bedingt eingesetzt wird.“ Doch er betonte auch: „Wir sind voll konzentriert auf das Spiel gegen Alaves. Wir wollen eine starke Elf aufstellen und gewinnen.“ Die Ausflüchte des Trainers lassen jedoch mehr als Raum für Interpretationen.

Gerüchte über angeschlagene Spieler kursieren, doch Matarazzo gibt sich bedeckt: „Das sehen Sie morgen.“ Er deutete an, dass einige Spieler zwar anfangs der Woche Trainingseinheiten verpasst hatten, diese aber mittlerweile wieder vollständig mitmachen. Ob diese Spieler tatsächlich in der Startelf stehen werden, bleibt indes offen.

Ein Seitenhieb auf die Medien: „Für mich ist es kein Problem, sich auf Alaves zu konzentrieren, für Sie scheint es aber schwierig zu sein, da alle Fragen sich um das Finale drehen“, neckte Matarazzo die Journalisten. Ein klarer Hinweis darauf, dass der Druck von außen enorm ist.

Ein Sieg gegen Alaves würde Real Sociedad nur einenPunkt hinter Platz fünf bringen und den Druck auf Betis und Celta erhöhen. „Die Motivation ist immer, in allen Wettbewerben erfolgreich zu sein“, erklärte Matarazzo. „Ein großes Team beherrscht es, in drei Wettbewerben zu glänzen – und das wollen wir.“

Das Team von Quique Setién hat in den letzten Spielen überzeugt und gezeigt, dass es zu den besseren Mannschaften der Liga gehört. Real Sociedad hat die Chance, diese positive Entwicklung fortzusetzen und mit einem Sieg gegen Alaves selbstbewusst in das Finale zu gehen.

Kubo, der in der letzten Partie pausierte, könnte gegen Alaves wieder Einsatzzeit erhalten. „Er ist definitiv besser“, sagte Matarazzo. „Er hat gut trainiert und seine Höchstgeschwindigkeit erreicht. Das ist ein gutes Zeichen.“

Besondere Würdigung für den Gegner: „Alaves hat einen neuen Trainer, und in den letzten vier Spielen haben sie sich gut präsentiert. Sie haben in Vigo gewonnen, ein 3:0 gedreht und zwei Unentschieden erreicht. Sie sind wettbewerbsfähig und wirken mit dem neuen Trainer fokussierter und kompakter.“

Auch bei der Torwartfrage herrscht Verwirrung: „Für die Zukunft und die kommenden Wochen habe ich meine Entscheidung getroffen. Aber ich habe mit dem Torwarttrainer gesprochen, und wir haben vereinbart, dass der Torwart, der im Finale spielt, nicht morgen gegen Alaves eingesetzt wird.“ Remiro bleibt die Nummer eins in der Liga, während Unai Marrero bereitsteht – und Aritz Elustondo wird erstmals unter Matarazzo in der Startelf stehen. „Er hat zwar noch nicht viele Minuten bekommen, war aber immer zur Stelle, wenn wir ihn brauchten. Er trainiert hart und ist ein wichtiger Teil des Teams.“

Die Entscheidung von Matarazzo ist ein riskantes Spiel. Er versucht, die Balance zwischen Finalvorbereitung und Ligapflicht zu halten. Ob ihm dieses Manöver gelingt, wird sich morgen zeigen – und ob Real Sociedad seine Europa-Ambitionen ernst meint.