Martín verpasst podestumsplatz – bezzecchi enteilt!

Ein frustrierender Sprint-Renntag für Jorge Martín im Qualifying des Großen Preises von Ungarn: Der Pramac-Ducati-Pilot landete nur auf dem sechsten Platz und musste weitere drei Punkte an seine Meisterschaftsrivalen abgeben. Der Abstand zu Bezzecchi wächst auf bereits 20 Punkte – ein deutliches Zeichen der aktuellen Probleme.

Martín kämpft mit grip-problemen und fehlern

Martín kämpft mit grip-problemen und fehlern

Martín hatte Schwierigkeiten, das Rennen von Anfang an zu kontrollieren. „Es war nicht der einfachste Tag meiner Karriere, aber auch nicht der schwierigste“, gab er zu. Das Hauptproblem lag im mangelnden Grip mit dem Vorderrad. „Ich bekomme den Reifen einfach nicht zum Funktionieren gebracht“, klagte der Spanier. „Ich finde nicht das Gefühl, das ich in anderen Rennen hatte.“

Ein kostspieliger Fehler beim Überholen von Diogo Moreira kostete ihn zusätzlich wertvolle Zeit. „Ich habe versucht, einen Abkürzung zu nehmen und habe dabei einen ganzen Sekunden verloren“, erklärte Martín. „Das hat meine Rennstrategie entscheidend beeinflusst.“ Er gesteht ein, dass er bewusst auf die Durchführung einer Long-Lap-Penalty verzichtet hatte, um Zeit zu sparen, doch der riskante Manöver ging ihm letztendlich gegen den Stand.

Die Situation ist ernst: Bezzecchi scheint sich in Ungarn sichtlich wohler zu fühlen und profitiert von Martins Schwierigkeiten. Der Italiener baut seine Führung in der Meisterschaft aus und setzt sich immer weiter von seinen Verfolgern ab. Martín muss nun am Sonntag unbedingt punkten, um den Rückstand zu verringern.

„Wir haben ein paar Anhaltspunkte, in welche Richtung wir morgen gehen müssen“, so Martín. „Wenn das nicht funktioniert, werden wir wieder auf die Abstimmung von Q2 zurückgreifen, die sich als relativ stabil erwiesen hat.“ Sein Fokus liegt nun darauf, seine eigenen Gefühle zu verbessern und nicht zu sehr auf Bezzecchi zu achten. „Es bringt mir im Moment nicht viel, mich mit ihm zu vergleichen.“

Obwohl er das Rennen heute nicht optimal bestritt, bleibt Martín optimistisch. „Es ist unmöglich, ein Ergebnis vorherzusagen. Wichtig ist für mich, meine Gefühle zu verbessern. Wenn das klappt, bin ich bereit, um den Podestumsplatz zu kämpfen.“

Am Ende des Tages zählt nur eines: Martín muss am Sonntag einen Sprung nach vorne machen, wenn er nicht endgültig in der Meisterschaft zurückfallen will. Der Druck steigt, und die Aufgabe wird schwieriger, aber der Wille zu kämpfen ist unverkennbar.