Márquez: "ich muss in meiner garage arbeiten"

Le Mans – Marc Márquez hat im Qualifying der MotoGP in Le Mans eine Enttäuschung hinnehmen müssen. Der Gresini-Pilot verpasste die Q2 und äußerte sich offen über die Herausforderungen, denen er sich stellen muss. Doch es gibt Hoffnung, denn Márquez sieht Potenzial in seinem Bike und ist entschlossen, sich zu verbessern.

Die suche nach dem verlorenen rhythmus

Márquez zeigte sich nach dem verpassten Top-10-Ergebnis im Qualifying frustriert, aber nicht entmutigt. "Ich muss in meiner Garage arbeiten“, erklärte er, was darauf hindeutet, dass er noch immer an seinem Selbstvertrauen und der Abstimmung seines Motorrads feilt. Der Spanier räumte ein, dass er noch nicht bereit ist, um den Titel zu kämpfen, betonte aber, dass er das Gefühl habe, das Motorrad biete mehr Möglichkeiten, als er derzeit aus ihm herausholen könne. Es ist ein Kampf gegen die eigene Erwartungshaltung, gegen die Gewohnheit, die ihn einst zu einem der dominantesten Fahrer der MotoGP machte.

Die Ursache für seine Probleme sieht Márquez in der anhaltenden Diskrepanz zwischen seinen Erwartungen und der Realität auf der Strecke. Er wiederholt seit Wochen, dass er noch an seinem Selbstvertrauen arbeiten müsse. “Ich muss in meiner Garage arbeiten, um Vertrauen aufzubauen. Wir sind noch nicht bereit, um den Titel zu kämpfen.” Die Worte des Spaniers sind ehrlich und zeigen ein Bild eines Fahrers, der sich neu findet.

Ducati dominiert, honda hinkt hinterher

Ducati dominiert, honda hinkt hinterher

Während Ducati mit mehreren Fahrern in den Top-Positionen vertreten ist, scheint Honda weiterhin Schwierigkeiten zu haben, mit dem Wettbewerb Schritt zu halten. Márquez merkte an, dass Ducati Fortschritte gemacht habe, während Honda bisher keine wesentlichen Verbesserungen gebracht habe. “Offensichtlich machen alle Fabriken Fortschritte, aber Honda hat hier nichts Neues gebracht”, so Márquez. Er betonte, dass es im Laufe einer Saison entscheidend sei, bei allen 22 Rennen konkurrenzfähig zu sein. Die Konkurrenz schläft nicht, und Márquez weiß, dass er hart arbeiten muss, um wieder an die Spitze zu gelangen.

Ein besonderes Augenmerk gilt den Bedingungen auf der Strecke. Sollte es regnen, könnte sich das Kräfteverhältnis ändern. “Wir werden sehen. Wenn es regnet, dann finden wir unseren Punkt. Wenn es trocken ist, werden wir es versuchen.” Márquez signalisiert Flexibilität und Bereitschaft, sich an veränderte Bedingungen anzupassen. Es ist eine Haltung, die er sich für seine Karriere bewahrt hat.

Die Frage, wann der Marc Márquez von 2025 auf der Strecke zu sehen sein wird, bleibt offen. Der Spanier arbeitet daran, alle Aspekte seines Rennsports in den Griff zu bekommen. Er betont, dass das Motorrad technisch gut funktioniert, er aber noch nicht sein volles Potenzial ausschöpfen kann. “Ich muss an meiner Fahrweise arbeiten, in meiner Garage arbeiten, um dieses Selbstvertrauen zurückzugewinnen.”

Márquez ist sich bewusst, dass seine Gegner nicht langsamer geworden sind, sondern er selbst langsamer geworden ist. Er konzentriert sich darauf, seine Leistung zu verbessern und die notwendige Ruhe zu finden, um sich auf seine Arbeit zu konzentrieren. Die Worte des Spaniers sind ein Versprechen: Es wird noch einige Überraschungen geben, bevor der Marc Márquez, den wir kennen und lieben, wieder seine volle Kraft aufbringt.