Toro ohne halbes team: sassuolo jagt die null zu hause
Der FC Turin muss am Sonntag gegen den US Sassuolo auf mindestens sechs Leistungsträger verzichten – und das genau dann, als sich die Formkurve endlich wieder nach oben bewegen sollte. Trainer Ivan Jurić rechnet nicht mit Aboukhlal, Anjorin, Ismajli, Pedersen, Adams und Zapata. Die Aufstellung liest sich wie ein Verletztenreport statt wie ein Spielplan.

Galipò pfeift, simeone trifft – oder er trifft nicht
Die letzten beiden Serie-A-Partien brachten für den Toro kein einziges Tor. Die Statistik nagt am Selbstvertrauen. Doch es gibt einen Hoffnungsträger: Gianluca Simeone hat in vier Heimspielen in Folge getroffen. Nur Marco Ferrante schaffte 2000 fünf Mal nacheinander im Olimpico Grande Torino. Ein Tor gegen Sassuolo, und Simeone steht im Rekordbuch.
Die Gäste reisen mit Rückenwind an. Zwei Mal hintereinander hielt Andrea Consigli (oder sein Ersatz Turati) die Null – gegen Mailand und Florenz. Drei Clean Sheets am Stück gelangen dem Klub zuletzt im November 2020 unter Roberto De Zerbi. Alessio Dionisi will diese Marke einlochen, um den Europacup-Traum am Leben zu halten.
Die möglichen Aufstellungen deuten auf ein offenes Spiel hin. Sassuolo wirkt mit Berardi, Pinamonti und Laurienté vorne brandgefährlich, während Jurić seine berüchtigte Dreierkette umbauen muss. Pedersen fällt hinten aus, dafür rückt Obrador links. In der Mitte kämpfen Gineitis und Ilkhan gegen das körperbetonte Mittelfeld um Matic und Konè.
Schiedsrichter Simone Galipò leitete erst fünf Serie-A-Spiele; vier endeten mit Heimsieg. Die Kuriosität: In 11 Duellen in Turin gab es nur ein Unentschieden. Entweder gewinnt der Toro, oder Sassuolo fährt mit allen drei Punkten heim. Die Wettquoten sprechen trotz der Personalsorgen eine leichte Sprache: Turin liegt bei 2,05, Sassuolo bei 3,60 – das sagt alles über die Unberechenbarkeit dieser Begegnung.
Anpfiff ist am Sonntag um 18:00 Uhr, live auf DAZN und Sky. Wer nicht vor dem Bildschirm sitzt, erhält auf Gazzetta.it einen tickenden Liveticker. Die Frage lautet nicht mehr, ob der Toro endlich wieder trifft, sondern: Schafft er es überhaupt, die Null hinten zu halten? Die Antwort entscheidet darüber, ob Sassuolo die Saison noch einmal spannend macht – oder Turin den Anschluss an die internationalen Plätze verpasst.
