Marokko feuert regragui – wm-chaos drei monate vor dem anpfiff

Drei Monate vor dem WM-Auftakt und mitten in einer offenen Machtfrage: Marokko hat sich am Donnerstagabend von Nationaltrainer Walid Regragui getrennt – oder er hat sich selbst verabschiedet, je nachdem, wen man fragt. Der Verband nennt es Entlassung. Regragui nennt es Rücktritt. Was es tatsächlich war, spielt keine Rolle mehr. Die Atlas-Löwen stehen ohne ihren Architekten da, und die WM wartet nicht.

Ein abgang mit zwei versionen der wahrheit

Ein abgang mit zwei versionen der wahrheit

Fast zeitgleich mit der offiziellen Verbandsmitteilung trat Regragui im marokkanischen Fernsehen auf – live, gefasst, mit einer Erklärung, die klingt wie ein sorgfältig einstudierter Abschied: „Ich lege mein Amt mit Loyalität, Dankbarkeit und der Gewissheit nieder, meinem Land gedient zu haben.