Markus anfang trauert öffentlich um georg koch (†54)

Es war kein gewöhnlicher Pressekonferenz-Beginn. Markus Anfang, Trainer von Fortuna Düsseldorf, nahm sich am 5. März 2026 die Zeit, bevor überhaupt eine Frage zum Spieltag gestellt wurde, um einen Menschen zu verabschieden, den er wirklich kannte: Georg Koch, gestorben im Alter von 54 Jahren, ehemaliger Mitspieler und langjähriger Freund.

Ein abschied vor laufenden kameras

Solche Momente passieren selten im Profifußball. Die Pressekonferenz, eigentlich ein Pflichttermin voller taktischer Floskeln und höflicher Ausweichmanöver, wurde an diesem Abend zu etwas anderem. Anfang sprach nicht als Trainer. Er sprach als Freund. Die Worte kamen ruhig, aber mit dem Gewicht von jemandem, der gerade etwas verloren hat, das sich nicht ersetzen lässt.

Georg Koch war kein Unbekannter im deutschen Fußball. Als Torhüter prägte er über Jahre das Bild mehrerer Bundesligaklubs und hinterließ bei denen, die mit ihm auf dem Platz standen, offensichtlich mehr als nur eine Erinnerung an gemeinsame Siege. Anfang und Koch teilten Kabinen, Trainingseinheiten, wahrscheinlich auch die langen Busfahrten, die man im Nachhinein als die eigentliche Zeit des Kennenlernens versteht.

54 Jahre – eine zahl, die nicht stimmt

54 Jahre – eine zahl, die nicht stimmt

54 ist zu jung. Das weiß jeder, der die Meldung liest, und das wusste auch Anfang in diesem Moment vor den Kameras. Der Profifußball hat eine merkwürdige Art, solche Verluste in den Alltag einzubauen: Pressekonferenz, Spielvorbereitung, Aufstellung. Das Leben geht weiter, auch wenn es sich falsch anfühlt.

Was Anfang an diesem Abend tat, war deshalb mehr als ein Ritual der Höflichkeit. Er hielt inne. Er ließ zu, dass der Schmerz sichtbar wurde. Und er erinnerte daran, dass hinter jedem Spielernamen, jedem Trainernamen, eine Geschichte steckt, die weit über den Rasen hinausgeht.

Der TSV Pelkum und die gesamte Fußballfamilie trauern mit den Angehörigen von Georg Koch. Manche Niederlagen stehen in keiner Tabelle.