March madness-aus: andersons letzter college-auftritt endet mit debakel

7 Punkte, 3 Assists, 1 Rebound – und trotzdem eine Niederlage, die weh tut. Christian Anderson, Deutschlands größtes Basketball-Talent, ist mit den Texas Tech Red Raiders bei der March Madness im Achtelfinale gescheitert. Das 65:90 gegen Alabama markiert nicht nur das Aus, sondern wohl auch das Ende seiner College-Karriere.

Der sprung in die nba rückt näher – mit einem bitteren beigeschmack

Anderson, 19, war als möglicher Erstrundenpick im NBA-Draft gehandelt worden. Doch nach dem desolaten Auftritt in Tampa dürften einige Scouts ihre Notizen überarbeiten müssen. Gegen die aggressive Defense der Crimson Tide wirkte der Point Guard oft überforden, fand kaum Lücken, sein Spieltempo ging unter im Takt der Gegner.

Die Red Raiders hatten sich viel vorgenommen. Im Vorjahr standen sie noch im Viertelfinale, diesmal wollten sie mindestens unter die besten Acht. Doch Alabama zerlegte die Hoffnungen der Texaner bereits in der ersten Halbzeit – 48:29 zur Pause, die Partie war gelaufen.

Für Anderson ist derzeit alles in Bewegung. Der gebürtige US-Amerikaner mit deutschem Pass hatte sich bereits im erweiterten EM-Kader empfohlen, wurde dann aber von Bundestrainer Álex Mumbrú gestrichen. Dennis Schröder sieht in ihm seinen Nachfolger im DBB-Team. Doch diese Rolle muss man sich erkämpfen – und die Nacht von Tampa war dafür ein Rückschlag.

14 Deutsche starteten, einer bleibt übrig

14 Deutsche starteten, einer bleibt übrig

Die March Madness ist mehr als ein Turnier. Sie ist ein Kulturphänomen. 64 Teams, Millionen Zuschauer, ein einziges K.O.-System. Von 14 deutschen Spielern sind noch zwei dabei – und nur einer hat echte Final-Four-Chancen: Isaac Bonga von den UCLA Bruins. Anderson hingegen muss sich nun auf den Draft vorbereiten, ohne das gewohnte College-Rahmenprogramm.

Die nächsten Wochen werden entscheidend. Individualtrainings, Interviews, Workouts vor NBA-Scouts. Andersons Talent ist unbestritten, aber Talent allein reicht in der NBA nicht. Er muss zeigen, dass er mit Niederlagen umgehen kann – und dass er bereit ist, sich neu zu erfinden.

Die March Madness verabschiedet sich mit einem Paukenschlag. Und Christian Anderson muss sich fragen: War das wirklich mein letzter Auftritt – oder nur der Auftakt zu etwas Größerem?