March madness spitzt sich zu: duke, michigan, arizona – nur einer darf weiter

Mitternacht in Indianapolis, 16 Teams, acht Partien, ein Traum: Final Four. Die NCAA jagt ihre Überraschungen, doch diesmal sind die Großen noch da. Duke, Michigan, Arizona – alles Nr.-1-Seeds, alles Basketball-Machtzentren, alles bereit, die nächste Runde der March Madness zu ertränken.

Cameron boozer und der italische fahnenträger

Cameron boozer und der italische fahnenträger

Die Scouts sitzen schon in den Reihen, Kugelschreiber klickend wie Metronome. Cameron Boozer, 2,08 m, 17 Jahre, macht aus dem Korb einen Kaugummi. Darius Acuff lässt Arkansas im 1-gegen-0 tanzen. Yaxel Lendeborg schraubt sich bei Michigan durch die Lane, als gäbe es kein Morgen. Und dann ist da noch Dame Sarr, Forward, 19, Mailand in den Augen, Duke auf dem Rücken – Italiens Hoffnung in Sneakers.

Florida? Weg. Der Titelverteidiger flog gegen Iowa raus, nach einem Finale, das selbst die Uhr vergaß. Texas kam aus den First Four, hat schon drei Siege im Gepäck, und niemand spricht mehr vom Underdog. Die Cinderella-Story wurde abgesagt, dafür gibt es Blutdurst.

Termine, europäisch gezählt: Freitag 0.10 Uhr Purdue gegen Texas, 0.30 Uhr Nebraska gegen Iowa, 2.45 Uhr Arizona gegen Arkansas, 3.05 Uhr Houston gegen Illinois. Samstag 0.10 Uhr Duke gegen St. John’s, 0.35 Uhr Michigan gegen Alabama, 2.45 Uhr UConn gegen Michigan State, 3.10 Uhr Iowa State gegen Tennessee. DAZN überträgt kostenlos, weil die Nacht zum Sofa gehört und der Kaffee kalt.

68 Teams waren es, 16 sind übrig, am Montag nur noch zwei. Indianapolis wird zur Glut. Die Netze zittern, die Barkassen der Scouts sind voll, und irgendwo zwischen Drum und Dunk wartet der nächste Millionenvertrag. Die Statistik lügt nicht: In 23 der letzten 25 Jahre erreichte mindestens ein Nr.-1-Seed die Final Four. Diesmal sind es drei, die sich gegenseitig zerren wollen.

Die Uhr tickt. Die Turnschuhe sind geschnürt. Und wenn Cameron Boozer am Samstagnacht den ersten Step zeigt, wird ganz Indianapolis kurz den Atem anhalten – nur um ihn danach im Chor rauszuschreien. Die March Madness schreibt keine Gnadenbriefe, nur Boxscores. Wer in Indy nicht überlebt, fliegt heim – und träumt ein Jahr davon, was um 3.07 Uhr passierte.