Amateure-finaltag in gefahr: relegation wirbelt termine durcheinander!
Ein Schock für Fußball-Fans und den DFB: Der traditionsreiche „Finaltag der Amateure“ könnte dieses Jahr ungewöhnlich ausfallen. Die aufregende Spannung um die Aufstiegsrelegation zur 2. Bundesliga droht, den ohnehin straffen Terminplan zu sprengen und das Fernsehprogramm zu verkomplizieren.
Vier teams im aufstiegsrennen – ein risiko für den finaltag
Seit einem Jahrzehnt ist der „Finaltag der Amateure“ ein fester Bestandteil des deutschen Fußballkalenders und ein Publikumsmagnet im Fernsehen. Erst kürzlich wurde die Vermarktungsvereinbarung mit dem DFB und der ARD bis 2030 verlängert – ein Beweis für die Bedeutung dieses Ereignisses. Doch nun stellt sich die Frage, ob alle 21 Endspiele sowie das DFB-Pokalfinale tatsächlich am 23. Mai parallel stattfinden können.
Das Problem liegt in der packenden Spannung der 3. Liga, wo vier Teams – Energie Cottbus, MSV Duisburg, SC Verl und Hansa Rostock – noch ernsthafte Chancen auf den Aufstieg haben. Alle vier Mannschaften stehen gleichzeitig auch im Finale ihrer jeweiligen Landespokale, was zu einem potenziellen Terminkonflikt führt. Die Situation ist angespannt.
Cottbus trifft am 23. Mai um 11:30 Uhr auf den VfB Krieschow, Rostock gegen SV Pastow (13:30 Uhr), Duisburg gegen SC St. Tönis (15:30 Uhr) und Verl gegen Sportfreunde Lotte (16:30 Uhr). Sollte eines dieser Teams am Ende den dritten Platz in der 3. Liga belegen, müsste es die Relegation gegen den Tabellen-16. der 2. Bundesliga bestreiten – ein Spiel, das am 22. Mai angesetzt ist und Vorrang vor den Pokalfinals hätte.
Nur Rot-Weiss Essen kann diese Terminpanne verhindern. Das Team aus Essen, ebenfalls im Aufstiegsrennen, hat dank eines frühen Pokal-Aus keine zusätzlichen Termine zu bewältigen. Allerdings muss Essen derzeit eine schwere Phase durchstehen, mit drei Niederlagen in Folge, darunter eine deutliche 1:6-Pleite gegen den VfB Stuttgart II.

Dfb-pokal: überraschungen und mögliche überraschungs-teilnehmer
Die Konstellation hat auch Auswirkungen auf die Qualifikation für den DFB-Pokal. Die Top 4 der 3. Liga qualifizieren sich automatisch, wobei der Meister VfL Osnabrück bereits sicher ist. Die restlichen Plätze sind umkämpft. Die Möglichkeit besteht, dass sich mindestens zwei klassentieferen Finalgegner der Drittliga-Teams ebenfalls für den Pokal qualifizieren könnten, selbst wenn sie im Endspiel verlieren.
Besonders interessant ist die Situation in Bayern, wo neben dem Pokalsieger auch der Bayerische Amateurmeister für den DFB-Pokal qualifiziert ist. Da der 1. FC Nürnberg II voraussichtlich Meister wird, könnte der Tabellenzweite der Regionalliga Bayern, die Würzburger Kickers, als Finalgegner von 1860 München beiden Kriterien erfüllen und somit erstmals seit 2023 wieder im DFB-Pokal vertreten sein.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Ob der „Finaltag der Amateure“ wie geplant stattfinden kann, hängt von den Ergebnissen der 3. Liga und den Entscheidungen des DFB ab. Ein Umstand, der die Fußballwelt vor eine Zerreißprobe stellt.
