Marathon-wm wird unabhängiger: athen als wiege der neuen ära?
Die Welt der Langstreckenläufe steht vor einem Umbruch. World Athletics hat eine radikale Neuerung beschlossen: Ab 2030 wird die Marathon-Disziplin eine eigene Weltmeisterschaft erhalten, losgelöst von den traditionellen Weltmeisterschaften im Straßenlauf. Das bedeutet, dass Marathonläufer und andere Straßenläufer ab 2031 nicht mehr gemeinsam bei den Weltmeisterschaften antreten werden.

Ein jährliches spektakel für marathon-fans
Die neue Marathon-Weltmeisterschaft soll jährlich stattfinden, wobei Männer und Frauen in abwechselnden Jahren zum Einsatz kommen. Das entspricht im Grunde der aktuellen Frequenz von einstweilen zwei Jahren. Doch die eigentliche Überraschung ist die Wahl des Austragungsortes: Athen. Die griechische Hauptstadt, wo der Marathon seinen Ursprung hat, soll die erste Ausgabe dieses neuen Weltmeistertitels beherbergen. Ein symbolträchtiger Schritt, der die lange Tradition dieser Disziplin würdigt.
Sebastian Coe, der Präsident von World Athletics, äußerte sich begeistert: „Wir freuen uns sehr, die Möglichkeit zu prüfen, eine unabhängige Marathon-Weltmeisterschaft in Athen auszurichten, dem Geburtsort dieser ikonischen Disziplin.“ Die Partnerschaft zwischen World Athletics und dem griechischen Athletikverband (SEGAS), unterstützt von der Region Attika, zielt darauf ab, den legendären Marathon von Athen auf ein neues Level zu heben. Ein ambitioniertes, mehrjähriges Investitionsprogramm soll den ursprünglichen olympischen Rundkurs modernisieren und gleichzeitig sein 2500-jähriges Erbe bewahren.
Die letzten gemeinsamen Auftritte Marathonläufer werden die klassischen Weltmeisterschaften 2027 und 2029 noch erleben, bevor sich die Disziplin eigenständig etabliert. Die Straßenlauf-Weltmeisterschaften werden weiterhin als eigenständiges, jährliches Ereignis stattfinden. Die Entscheidung von World Athletics ist ein klares Zeichen für die wachsende Popularität und das kommerzielle Potenzial des Marathons. Es bleibt abzuwarten, ob diese Neuerung tatsächlich zu einer Steigerung der Zuschauerzahlen und der sportlichen Qualität führen wird. Die Verantwortlichen scheinen jedoch zuversichtlich, dass die Kombination aus Tradition und Modernisierung in Athen ein wahres Spektakel verspricht.
