Mara kämpft um den ncaa-titel – ein spanisches wunder?

Aday Mara, der junge Spanier an der University of Michigan, steht vor dem größten Auftritt seiner Karriere. In der Nacht zu Donnerstag (2:50 Uhr MEZ) entscheidet sich im Lucas Oil Stadium in Indianapolis, ob er und seine Teamkollegen die NCAA-Meisterschaft erringen. Ein historischer Moment, nicht zuletzt, weil Mara damit der erste Spanier überhaupt wäre, der in einem NCAA Final Four auf dem Feld steht – und das an seinem 21. Geburtstag!

Ein shootingstar im aufstieg

Mara hat sich in dieser Saison zu einer der prägenden Figuren des College-Basketballs entwickelt. Seine Leistung im Halbfinale gegen Arizona (26 Punkte, 9 Rebounds) war schlichtweg herausragend und katapultierte ihn ins Rampenlicht. Die NBA-Scouts sind heiß auf ihn; Prognosen sehen ihn bereits in der ersten Runde des Drafts, möglicherweise sogar unter den Top 10. Eine sichere Sache wäre zumindest ein Platz zwischen den ersten 14 Picks.

Doch bevor es so weit ist, muss er sich im Finale gegen UConn durchsetzen. Ein Duell der Extreme, könnte man sagen. Michigan präsentierte sich im Turnierverlauf als eine absolute Macht, pulverisierte Gegner mit einer beeindruckenden Punktzahl – allein in den fünf Spielen des ‘March Madness’ wurden über 90 Punkte erzielt. Die durchschnittliche Differenz zum Gegner beträgt stolze 21,6 Punkte. UConn hingegen ist das genaue Gegenteil: Ein Team, das auf zähe Abwehr und knappe Spiele setzt. Die Finals-Bilanz von Michigan liest sich hingegen wenig rosig: Ein Sieg bei acht Teilnahmen.

Der schlüssel zum erfolg? eine power-siesta

Der schlüssel zum erfolg? eine power-siesta

Die Ausgangslage ist also klar. UConn versucht, an die Erfolge der vergangenen zwei Jahre anzuknüpfen, während Michigan den achten Final Four-Auftritt in der Geschichte des Vereins nutzen will, um endlich den ersehnten Titel zu holen. Mara wird dabei eine Schlüsselrolle spielen. Er, der beste Verteidiger der Big Ten Conference, muss die Center von UConn, insbesondere Tarris Reed Jr., unter Kontrolle halten. Reed ist zwar etwas kleiner als Mara (2,07 m gegenüber 2,21 m), aber ein gefährlicher Scorer und Rebounder.

Was aber vielleicht noch wichtiger ist: Mara scheint seine mentale Stärke gefunden zu haben. Nach dem Halbfinale verriet er, dass eine dreistündige Siesta ein wesentlicher Faktor für seine Leistung gewesen sei. Ein Ritual, das er wohl auch vor dem Finale wiederholen wird. Und natürlich darf die kleine Virgen del Pilar, ein Familienerbstück aus seiner Heimatstadt Zaragoza, nicht fehlen. Ein bisschen Glück, das kann schließlich nicht schaden, wenn es um den größten Erfolg einer Karriere geht. Es bleibt abzuwarten, ob Mara die unglaubliche Dominanz seines Teams fortsetzen und damit ein spanisches Wunder in Indianapolis schreiben kann. Der Titelkampf verspricht Spannung pur!

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