Maly boykottiert wm aus solidarität mit gesperrtem petzold
Felix Maly fährt nicht nach Heerenveen. Der 31-jährige Eisschnellläufer hat die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) informiert, eine mögliche Nominierung zur Mehrkampf-WM am 7. und 8. März nicht anzunehmen – und zwar aus einem einzigen Grund: Solidarität mit seinem Teamkollegen Fridtjof Petzold, dem der Verband kurzerhand ein Startverbot erteilt hat.

Ein startverbot als antwort auf kritik
Was Petzold getan hatte, war kein Regelverstoß auf dem Eis. Er hatte öffentlich von strukturellen Defiziten im Verband gesprochen, von unzureichender Betreuung bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo. Die DESG reagierte, indem sie sein Bundeskaderathlet-Status mit sofortiger Wirkung aussetzte und ein vorläufiges Startverbot verhängte. Der 28-Jährige bangt nun um seine gesamte sportliche Zukunft.
Für Maly ist genau das der Kern des Problems. In einer Erklärung, die der dpa vorlag, schrieb er: „Unabhängig von unterschiedlichen Sichtweisen auf Inhalte oder Kommunikationsformen halte ich es für problematisch, wenn öffentliche Kritik zu sportlichen Konsequenzen in Form eines Startverbots führt.
