Malgin steigt ein – zsc lions bekommen ihren spielmacher zurück

Denis Malgin schnürt wieder die Schlittschuhe. Die ZSC Lions erhalten ihren Topscorer exakt einen Tag vor dem Playoff-Auftakt zurück – und damit die Lizenz, vom Titel zu träumen.

Die schulter ist heil, der timer läuft

Seit dem 14. Februar, dem Viertelfinal-Aus gegen Lettland in Peking, stand Malgin nur auf der Tribüne. Eine Schulterluxation, erlitten im Zweikampf mit Kaspars Daugavins, warf den 29-Jährigen aus der Bahn. 41 Punkte in 41 Partien – kein anderer Zürcher lag vor ihm in der Scorerwertung. Die Botschaft des Medizinchecks am Mittwoch war deshalb kurz und kryptisch: »Voll belastbar.«

Trainer Rikard Grönborg hatte die Nacht durchgerechnet. Er setzt seinen Kanadier sofort wieder ins erste Powerplay, zwischen Andrighetto und Balcers. Die Chemie stimmte schon in der Vorbereitung – 17 Tore in fünf Testspielen. Grönborgs Kommentar fällt knapp aus: »Er ist unser Zeitgeber. Wenn er pulsiert, pulsiert das ganze Team.«

Kein risiko, dafür playoff-treffer

Kein risiko, dafür playoff-treffer

Die Entscheidung, Malgin die letzten drei Hauptrundenspiele zu versagen, war bewusst. Sportchef Mathias Bieber zog die Parallele zum Vorjahr: »2023 sind wir an Genf gescheitert, weil wir einen angeschlagenen Führungsspieler früh reingeworfen haben.« Diesmal lag der Fokus auf Langzeit-Stabilität, nicht auf Tabellenplatzgeplänkel. Der Reward: ein komplettes Lineup – bis auf Bader, dessen Kreuzband vorzeitig die Saison beendete.

Die Gegner haben gewarnt. Berns Coach Lars Leuenberger sagt offen: »Mit Malgin auf Eis wird aus Zürch ein Kopf-an-Kopf-Rennen ein Machtspiel.« Die Statistik gibt ihm recht: In den letzten zwei Playoff-Jahren erzielte Malgin 23 Punkte in 18 Spielen, Tendenz steigend.

Die Lions starten am Freitag in Langnau. Die Halle wird kochen, Malgin wird eiskalt sein. Die Message an die Konkurrenz ist längst versandt: Der Meister kommt komplett – und mit seinem besten Schützen zurück an die Front.