Streik in münchen: so kommen bayern-fans zur arena

Der Abend gehört dem FC Bayern – und eigentlich sollte er entspannt beginnen. Doch wer heute Abend das Achtelfinal-Rückspiel gegen Atalanta Bergamo in der Allianz Arena erleben will, muss sich auf einen holprigen Weg zur Fröttmaning-Station einstellen. Verdi hat erneut zum Warnstreik aufgerufen, der Münchner Nahverkehr läuft seit Mittwoch 11 Uhr im Notbetrieb – und das bis Freitagmorgen um vier Uhr.

Was die mvg trotz streik verspricht

Immerhin: Die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG hat angekündigt, keine Fans im Regen stehen zu lassen. Auf den Linien U3 und U6 soll der Betrieb schrittweise hochgefahren werden – je nachdem, wie viele Fahrer tatsächlich erscheinen. Das klingt nach Glücksspiel, hat aber einen soliden Präzedenzfall. Beim Pokal-Viertelfinale Anfang Februar zwischen Bayern und RB Leipzig lief die U6 trotz Streik mit hoher Taktung – die Arena war erreichbar, die Fans kamen an. Die Logik dahinter ist simpel: Die U6 ist die meistgenutzte Linie im Netz, sie geht als Erste in Betrieb, sobald genug Personal zusammenkommt.

Der fc bayern springt selbst in die bresche

Der fc bayern springt selbst in die bresche

Wer auf Nummer sicher gehen will, greift auf das Angebot des Rekordmeisters zurück. FC Bayern stellt einen Bus-Shuttle-Service bereit, der von der S-Bahn-Haltestelle an der Donnersbergerbrücke bis nach Kieferngarten fährt – von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß zur Arena. Nach dem Abpfiff geht es dann von Kieferngarten zurück zum Stachus. Praktisch, wenn auch nicht gerade glamourös.

Wer mit dem Auto anreist, sollte früh losfahren. Die Straßen rund um die Arena werden voll sein – das ist bei einem Champions-League-Spiel immer so, mit Streik im Rücken wird es schlimmer. Auf dem Platz selbst dürfte die Spannung überschaubar bleiben: Nach dem 6:1 im Hinspiel ist das Viertelfinal-Ticket so gut wie gebucht. Der eigentliche Kampf findet heute in München auf der Straße statt – nicht auf dem Rasen.