Málaga: nach dem aufstieg – jetzt wird bilanz gezogen!

Kaum eine Woche ist seit dem historischen Aufstieg in Almería vergangen, da sitzt der neue Málaga CF bereits an der Planungsrunde für die kommende Saison. Der Aufbruch ist krachend, denn die Verantwortlichen scheinen sich von einem Großteil des Kaders zu trennen, der den Aufstieg überhaupt erst ermöglichte.

Umbruch in der costa del sol

Umbruch in der costa del sol

Es ist ein radikaler Schnitt: Mehrere Spieler, die im Aufstiegskampf keine tragende Rolle spielten, werden nicht länger an der Costa del Sol kicken. Die Entscheidung ist gefallen, die Verträge laufen aus und werden nicht verlängert. Ein klares Zeichen, dass Trainer José Luis Funes eine neue Ausrichtung anstrebt – eine, die den Anforderungen der Segunda División gewachsen ist.

Zunächst war Jokin Gabilondo das erste Opfer, dann folgten die Abgänge von Víctor García und Javi Montero. Der Verein verabschiedete die beiden Defensivspieler offiziell, was die Ernsthaftigkeit der Situation unterstreicht. Víctor García, der Linke, steht den Gerüchten zufolge kurz vor einem Wechsel zum Real Zaragoza, wo er eine neue Herausforderung in einem traditionsreichen Verein annehmen könnte. Sein entscheidender Treffer im Spiel gegen Tarragona, der den Aufstieg maßgeblich besiegelte, wird den Fans von Málaga für immer in Erinnerung bleiben.

Javi Montero hingegen hatte eine Klausel, die eine Verlängerung seines Vertrages im Falle eines Aufstiegs vorsah – diese war jedoch an eine bestimmte Anzahl von Einsätzen geknüpft. Angesichts seines hohen Gehalts entschied sich die Führung des Klubs gegen eine Verlängerung. Loren Juarros arbeitet an einer neuen Verteidigungslinie, die mindestens zwei neue Spieler umfasst. Auch Mittelfeldspieler Darko Brasanac könnte bald die Segel streichen, da sein Vertrag ausläuft und keine Einigung über eine Verlängerung erzielt wird. Die Trennung von ihm wäre ein weiterer herber Verlust für das Team.

Das ist mehr als nur ein Umbruch; es ist ein Neubeginn. Der Málaga CF setzt offenbar alles auf eine neue Mannschaft, die nicht nur in der Segunda División bestehen kann, sondern auch den Blick nach oben richtet. Ob diese Strategie aufgeht, wird sich zeigen müssen, aber eines ist klar: Die Fans müssen sich auf eine neue Ära einstellen.