Völler warnt: paraguays konter sind deutschlands achillesferse!
Alarmglocken schrillen im deutschen WM-Team: Vor dem brisanten Sechzehntelfinale gegen Paraguay am Montag hat DFB-Sportdirektor Rudi Völler seine größte Sorge deutlich gemacht – und sie hat nichts mit Körperlichkeit zu tun. Es sind die vermeintlich harmlosen Ballverluste im eigenen Ballbesitz, die dem Team nun Kopfzerbrechen bereiten.
Die gefahr lauert im mittelfeld
„Das kann dann schon wehtun“, warnte Völler auf der Pressekonferenz am Samstag. Er spielte auf die gefährlichen Konterchancen an, die Paraguay aus solchen Unachtsamkeiten schlagen könnte. Die deutsche Mannschaft hatte bereits gegen Ecuador mit solchen Fehlern zu kämpfen, und Völler betonte, dass diese in der entscheidenden Phase des Turniers vermieden werden müssen. „Alles wird nicht immer gelingen. Du wirst auch mal einen Fehlpass spielen, du wirst auch mal einen Zweikampf verlieren. Aber natürlich in den richtigen Zonen.“
Der DFB-Sportdirektor ist sich sicher: Paraguay hat die Schwächen der deutschen Mannschaft akribisch analysiert. „Das haben die viel beobachtet, da bin ich von überzeugt.“ Es gilt, die Kreativität mit Disziplin zu verbinden – riskantes Spiel ist erlaubt, aber nicht auf Kosten der eigenen Sicherheit. Denn ein unbedachter Pass in der eigenen Hälfte kann im Handumdrehen das Spiel kippen.

Comeback-mentalität ist nicht alles
Obwohl Völler das beeindruckende Comeback im zweiten Spiel gegen Costa Rica lobte, betonte er, dass der körperliche Kampf gegen Paraguay eine untergeordnete Rolle spielen wird. „Was uns wehgetan hat, war eigentlich weniger die Körperlichkeit. Das weiß man, da muss man mit umgehen können.“ Vielmehr geht es darum, die Nerven zu behalten und die Konzentration über die gesamte Spielzeit aufrechtzuerhalten. Es ist die mentale Stärke, die am Montag gefragt sein wird, um sich gegen ein hungriges Paraguay durchzusetzen.
Die Erinnerung an die WM 2006, als zahlreiche Spieler das Schulsystem verabschiedeten, um Deutschland anzufeuern, mag ein netter Nebenaspekt sein, aber die Gegenwart fordert volle Konzentration. Die deutsche Mannschaft muss ihre Fehler minimieren und die Stärken des Gegners neutralisieren, um den Einzug ins Viertelfinale zu sichern.
