Maier schimpft: neuer-comeback-poker nervt den wm-helden!
Die Stimmung am späten Münchner Meisterabend brodelte – nicht nur vor Freude. Torhüter-Legende Sepp Maier, frisch von den Feierlichkeiten am Nockerberg zurück, ließ seiner Frustration freien Lauf und schoss quer durch den DFB-Torwart-Diskurs. Die Spekulationen um ein mögliches Comeback von Manuel Neuer bei der WM in Kanada, den USA und Mexiko scheinen den 82-Jährigen nachhaltig zu irritieren.

Die klare ansage des weltmeisters
„Ich glaube, da wird viel zu viel Theater gemacht!“, polterte Maier am Rande der Meisterfeier. Seine Worte hallen wider und treffen mitten in die Debatte, die seit Wochen um die Position im Tor der Nationalmannschaft tobt. Für Maier ist die Sache klar: „Wenn er noch spielen will, soll er spielen, aus, fertig! Das müssen Manuel Neuer und der Bundestrainer ganz alleine entscheiden.“ Ein klares Bekenntnis zur Eigenverantwortung, gepaart mit deutlicher Ungeduld.
Doch damit nicht genug. Maier fuhr fort: „Er ist doch schon zurückgetreten. Lasst doch das Hin und Her!“ Die Wortwahl ist drastisch, aber sie spiegelt die Frustration eines Mannes wider, der sich nach Klarheit und Entschlossenheit sehnt. Besonders angesichts der jüngsten Berichte, die von einer möglichen Einigung zwischen Bundestrainer Julian Nagelsmann, DFB-Sportdirektor Rudi Völler und Manuel Neuer über ein Comeback als Nummer eins vor Oliver Baumann sprechen, schlägt Maier Alarm.
Die MRT-Ergebnisse sind entscheidend: Während die Verantwortlichen offenbar bereits hinter den Kulissen tasten, hängt Neuers mögliche Teilnahme am Turnier weiterhin von der Diagnose seiner Wadenverletzung ab, die er im letzten Bundesliga-Spiel erlitten hat. Eine erste Untersuchung deutet zwar nicht auf eine schwerwiegende Verletzung hin, doch die Ungewissheit bleibt.
Maier fordert nun eine konsequente Entscheidung: „Nagelsmann soll sagen, der Baumann ist die Nummer eins und der Manuel fährt nicht mit. Ganz einfach ist es dann, so sehe ich das.“ Eine Ansage, die das Blatt im Torwart-Poker wenden könnte. Oliver Baumann selbst gibt sich derweil selbstbewusst: In der Sportschau betonte er, dass er weiterhin als Nummer eins ins Turnier geht – eine Haltung, die zeigt, dass er bereit ist, um seinen Platz zu kämpfen.
Die Frage, wer letztendlich das deutsche Tor hüten wird, bleibt also offen. Doch eines ist klar: Sepp Maier hat die Debatte neu entfacht und die DFB-Bosse vor eine Zerreißprobe gestellt. Der WM-Held von 1974 lässt keine Kompromisse zu und fordert eine klare Linie – im Interesse des deutschen Fußballs.
