Maier krönt traumsaison mit podium – himmelsbach fliegt erneut ins glück

1033 Punkte, zwei Podeste, ein persönlicher Weltcup-Rekord: Daniela Maier beendet die Skicross-Saison 2025/26 mit dem besten Ergebnis ihrer Karriere. Die 30-Jährige aus Urach fuhr in Gällivare erneut aufs Treppchen und schob sich mit 1033 Zählern in die ewige Bestenliste.

Was folgt, ist pure Statistik – und trotzdem atemberaubend. Dahinter steckt ein Winter, in dem Maier nicht einfach nur teilnahm, sondern dominierte. Nach dem Sieg in Livigno und neun Weltcup-Top-Ten-Platzierungen hatte sie sich mit der Kristallkugel verabschiedet. Doch statt zu trauern, lieferte sie in Schweden den Beweis: Die Olympia-Siegerin von 2022 ist längst keine One-Hit-Wonderin.

Näslund bleibt unantastbar, maier wird zur konstante

Sandra Näslund holte sich ihren fünften Gesamtweltcup, stellte mit 1268 Punkten eine neue Bestmarke auf. Die Schwedin ist die Maß aller Dinge, doch Maier ist die, die sich an diese Maß ranarbeitet – Meter um Meter, Rennen um Rennen. „Ich habe gelernt, dass Konstanz belohnt wird“, sagte sie nach dem Rennen. „Und dass man auch ohne Kristallkugel strahlen kann.“

Tags zuvor war sie Zweite geworden, diesmal Dritte hinter Näslund und der überraschend starken Französin Marielle Berger Sabbatel. Die Zahl Drei mag nüchtern klingen, ist aber Maier's drittes Podest in vier Tagen. So etwas gelingt nicht durch Glück, sondern durch eine Mannschaft, die mittlerweile genau weiß, wann sie welche Schraube anziehen muss.

Himmelsbach fliegt erneut ins finale – und knallt auf asphalt

Himmelsbach fliegt erneut ins finale – und knallt auf asphalt

Während die Kameras noch auf Maier ruhten, raste Kilian Himmelsbach durch sein zweites Finale innerhalb von 24 Stunden. Der 25-jährige Allgäuer hatte am Samstag erstmals die Luft eines Weltcup-Podests geschmeckt, am Sonntag folgte der Reality-Check: Sturz, vierte Platzierung, trotzdem lautet das Fazit: „Ich bin auf dem richtigen Weg.“

Den Sieg sicherte sich Italiens Olympia-Held Simone Deromedis, der Reece Howden nach einem Fotofinish um eine Fingerspitze schlug. Howden bleibt Gesamtweltcup-Sieger, doch der Tag gehörte dem Mann aus dem Ahrntal – und einem Deutschen, der plötzlich erkennbar ist.

Die Saison ist vorbei, die Bilanz lautet: Deutschland besitzt zwei Skicrosser, die weltweit mitmischen. Ohne große PR, ohne Millionen-Budget. Maier und Himmelsbach sind keine Marketing-Marionetten, sondern Arbeiter auf Ski. Ihre Leistung steckt in 1033 und viermal Top-Fünf – nicht in Slogans.

Die Weltcup-Glocke hat schon wieder ihren festen Platz im Regal von Näslund. Doch wer genau hinsieht, entdeckt zwei neue Ecken, die nächsten Winter bereits reserviert sind.