Magdeburg entkommt dem tabellenende: zukowski-doppelpack rettet sander-elf
Der 1. FC Magdeburg hat im Kellerduell der 2. Bundesliga mit einem 3:1-Sieg bei Preußen Mündern den Abstiegsplatz verlassen. Mateusz Zukowski avancierte mit zwei Toren zum Helden des Abends, während Trainer Petrik Sander nach dem Abpfiff sichtbar erleichtert aufatmete.
Var-drama und ein elfmeter kurz vor der pause
Die Partie begann wie erwartet: engagiert, aber fehlerhaft. Magdeburg dominierte den Ball, doch Münster hatte die erste Riesenchance. Etienne Amenyido scheiterte frei vor Reimann, traf aber nur die Luft. Kurz vor der Pause wurde es turbulent: Erst wurde ein Treffer der Hausherren wegen Abseits zurückgenommen, dann verwandelte Zukowski einen Foulelfmeter zum 1:0 für die Gäste.
Nach dem Wechsel blieb Magdeburg druckvoller, aber auch ideenloser. Bis zur 72. Minute. Ein schneller Konter, ein guter Pass von Krempicki – und Zukowski erzielte mit abgefälschtem Schuss das 2:0. Münster kam noch einmal heran, doch Tachie machte in der Nachspielzeit alles klar.

Sander zieht die richtigen schlüsse
Petrik Sander sprach nach dem Spiel von einer „Befreiung“ und „wichtigen Punkten im Kampf um den Klassenerhalt“. Sein Team habe „die Bedeutung des Spiels verstanden und mit Leidenschaft umgesetzt“. Die Zahlen geben ihm recht: Magdeburg gewann 68 Prozent der Zweikämpfe, spielte 912 Pässe mit einer Erfolgsquote von 91 Prozent – und verließ erstmals seit Wochen das Tabellenende.
Die Elf aus Sachsen-Anhalt bleibt damit zwar weiterhin in Gefahr, aber mit 25 Punkten und nur zwei Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz ist der Anschluss wieder da. Für Münster dagegen wird es eng: Nur 21 Punkte, nur ein Sieg in den letzten zehn Spielen – und die nächsten Gegner heißen Hamburg und Kiel. Die Saison ist noch lang, aber für die Preußen wird sie kurz.
