Madrid in der misere: euroliga-playoffs in gefahr!

Die weiße Weste des Real Madrid in der Euroliga ist zerbrochen – und mit ihr drohen die Ambitionen auf den Titel. Ein schmerzhafter Ausrutscher im griechischen Pireus gegen den Tabellenführer Panathinaikos Athens offenbart tieferliegende Probleme, die weit über diese eine Niederlage hinausgehen: eine erschreckende Auswärtsschwäche, die den Madrilenen ernsthafte Titelträume versauen könnte.

Die schatten der vergangenheit: auswärtsschwäche als albtraum

Die schatten der vergangenheit: auswärtsschwäche als albtraum

Während Sergio Scariolo nach dem Spiel von „unglücklichen Umständen“ und „Fehlentscheidungen“ sprach, ist die Wahrheit deutlich schmerzhafter. Der Real Madrid hat in dieser Saison bereits fünf Spiele knapp verloren – oft durch vermeidbare Fehler in den Schlussminuten. Diese Muster wiederholen sich seit Wochen und zeigen ein beunruhigendes Bild. Die jüngste Pleite in Athen ist nur der jüngste Ausdruck einer chronischen Auswärtsschwäche.

Der Blick auf die Bilanz ist alarmierend: Fünf Siege und dreizehn Niederlagen in der Fremde. Das ist das schlechteste Ergebnis aller vierzehn Teams in der oberen Tabellenhälfte und lässt die Verantwortlichen in Madrid schwitzen. Es ist die schlechteste Auswärtsbilanz des Vereins seit der Umstellung auf das moderne Ligaformat. Nur Bayern München, Virtus Bologna, Baskonia, Anadolu Efes und ASVEL Villeurbanne sind noch schlechter – und diese Teams haben bereits frühzeitig aufgegeben.

Die bittere Wahrheit ist, dass der Real Madrid in dieser Form kaum eine Chance auf den Einzug in die Final Four hat. Nur wenige Teams haben es geschafft, mit einem so negativen Auswärtsergebnis in die Top sechs einzuziehen. Die Saison 2021/22, in der Maccabi Tel Aviv (3-11) und Anadolu Efes (4-11) aufgrund der Ausfälle russischer Teams eine Sonderlage erlebten, sind hier die einzigen Ausnahmen.

Dieses Mal steht viel auf dem Spiel. Um die Chance auf das Heimrecht in den Playoffs zu wahren – ein historischer Vorteil, von dem 81,2% der Final-Four-Teams profitiert haben – müssen die Madrilenen gegen Fenerbahce Istanbul und den Roten Stern Belgrad gewinnen. Nur dann können sie sich von externen Faktoren unabhängig machen und die Qualifikation für die Playoffs sicherstellen. Andernfalls droht sogar die Teilnahme am Play-in-Turnier, womöglich sogar ein enttäschender achter Platz.

Der Average gegen Olympiakos Piräus, der nun zwei Siege vornliegt, macht die Situation noch komplizierter. Das bedeutet, selbst bei einem erfolgreichen Abschluss der regulären Saison könnte der Real Madrid nicht die Tabellenführung erobern. Aber es gibt Hoffnungsschimmer: Der aktuelle Tabellenführer hat noch keinen Titel gewonnen. Und der Real Madrid hat den Average gegen Valencia Basket, AS Monaco, Hapoel Jerusalem und den FC Barcelona gewonnen – und liegt gegen Fenerbahce deutlich im Vorteil.

Die kommenden Spiele werden entscheidend sein. Die Fans in Madrid hoffen, dass ihre Mannschaft endlich die Kurve bekommt und die Auswärtsschwäche überwindet. Denn eines ist klar: Wer in der Euroliga bestehen will, muss auch außerhalb der eigenen Halle bestehen können.