Lynens unglücklicher tag: bremens mittelfeldspieler unter kritik – thioune hält ihm aber den rücken

Ein tag zum vergessen für senne lynen?

Ob es ohne seine Fehler anders gelaufen wäre, bleibt offen. Doch Senne Lynen, Bremens erfahrener Mittelfeldspieler, sorgte mit Fehlpässen, einem verursachten Elfmeter und einer unnötigen Gelben Karte für die negativen Höhepunkte im Spiel gegen die Bayern. Trotzdem nimmt sein Trainer ihn in Schutz. Es war ein Spiel, das für Lynen alles andere als rund lief.

Der spielverlauf aus lynens sicht

Der spielverlauf aus lynens sicht

„In den ersten zehn, 15 Minuten waren wir gut im Spiel, da haben viele Sachen geklappt“, analysierte der Belgier nach dem Schlusspfiff. „Dann tut es mir leid für die Mannschaft, dass mir der Elfmeter passiert.“ Der Auslöser war ein unsauberer Kontakt im Strafraum gegen Lennart Karl, den der VAR als Elfmeter bewertete. Lynen selbst gab zu: „Unten spiele ich den Ball, aber oben gibt es einen Kontakt. Mit VAR ist das dann immer ein Elfmeter.“

Die entscheidung des var

Die entscheidung des var

Videoassistent Timo Gerach hatte das Vergehen erkannt und Schiedsrichter Bastian Dankert darauf hingewiesen. Lynen erkannte seinen Fehler ein: „Das muss ich besser, cleverer machen.“ Die Konsequenz war ein sicherer Treffer von Harry Kane, der die Führung der Bayern ausbaute. Dies war der Beginn einer schwierigen Phase für Lynen.

Weitere fehler und frustration

Kurz nach dem 2:0 wollte Lynen einen langen Ball spielen, traf aber seinen Gegenspieler. Nur wenige Augenblicke später sah er die Gelbe Karte nach einem Einsteigen gegen Jonathan Tah. „Da hatte ich einfach Bock zu grätschen“, erklärte der 26-Jährige und entschuldigte sich für seine Frustration: „Man gewinnt vorher elf Spiele nicht, dann ist man frustriert - so soll es auch sein.“

Thioune nimmt lynen in schutz

Trainer Daniel Thioune verteidigte Lynen jedoch. „Wenn man Lennart Karl auf dem Platz sieht, dann sieht man, wie schnell und geschmeidig seine Bewegungen sind. Da kann Senne sicherlich eher den Raum blockieren anstatt in den Zweikampf zu gehen. Das ist in der Box gefährlich, bei den kleinen Haken und dem leichten Kontakt. Dann ist es ein Foulspiel. Das war nicht so optimal.“

Gesamteindruck und perspektiven

Thioune betonte auch andere positive Aspekte von Lynens Leistung: „Mit der Gelben Karte belastet und den Elfmeter und die Beteiligung am 0:2 einmal ausgenommen hat er 70 Minuten lang ein richtig gutes Spiel gemacht. Auf unterschiedlichen Positionen, später rechts und links in der Dreierkette. Senne ist stabil und ein bisschen werde ich die Hand über ihn halten. Er hängt mit drin, aber darum geht es nicht. Sondern darum, was wir daraus lernen können.“

Die wichtigsten fakten im überblick

  • Spiel: Werder Bremen – Bayern München 0:3
  • Torschützen: Kane (2), Gnabry
  • Gelbe Karten: Lynen (Werder Bremen)
  • VAR-Entscheidung: Elfmeter für Bayern nach Foul an Karl