Löw-poker um ghana: absage oder taktisches spiel?

Schock in Ghana, Hoffnung in der Bundesliga? Der Name Joachim Löw, ehemaliger Bundestrainer, sorgt für ungewöhnliche Schlagzeilen im Vorfeld der WM. Gerüchte über eine mögliche Verpflichtung des 68-Jährigen als Nationaltrainer der 'Black Stars' machten die Runde – Löw selbst hat diese aber vehement zurückgewiesen. Ein Wechsel, der die Fußballwelt überraschte und Fragen aufwirft.

Die turbulente lage im ghanaischen fußball

Die turbulente lage im ghanaischen fußball

Die Entlassung von Otto Addo nach der knappen Niederlage gegen Deutschland bei der letzten FIFA-Partie war bereits ein Erdbeben. Addo, der Ghana erstmals seit Jahren wieder zu zwei WM-Teilnahmen geführt hatte, musste seinen Posten räumen. Die Föderation schien auf der Suche nach einem internationalen Top-Mann zu sein, und die Gerüchte um Löw flogen heiß her. Man munkelte sogar, dass Walid Regragui, der mit Marokko eine Sensation bei der WM 2022 erlebte, ebenfalls in der Verlosung stand, bevor die Ambitionen der Föderation offenbar noch weiter gingen.

Doch die Realität sieht anders aus: „Niemand aus Ghana hat Kontakt zu mir aufgenommen“, erklärte Löw gegenüber Sky Sports. Eine klare Ansage, die die Spekulationen jäh beendet – zumindest vorerst. Obwohl er die Tür für zukünftige Verhandlungen nicht ganz zuschlägt, deutet seine Reaktion darauf hin, dass ein Engagement in Ghana derzeit unwahrscheinlich ist. Die Föderation scheint sich also nach einem anderen Trainer umzusehen, während Löw seine Optionen abwägt.

Es gab bereits ähnliche Annäherungen in der Vergangenheit, so beispielsweise der Kontakt der usbekischen Fußball-Föderation. Löw betonte jedoch immer wieder sein Interesse an einer Rückkehr in den Profifußball, sofern sich die passende Gelegenheit bietet. „Ich habe grundsätzlich gesagt, dass ich jetzt nicht zurücktreten möchte, vor allem, wenn sich noch ein interessantes Angebot mit guten Perspektiven ergibt.