Lohkemper trifft dreimal: waldhof mannheim schießt sich in die spur
Felix Lohkemper drehte am Sonntagnachmittag binnen 28 Minuten einen 0:1-Rückstand in einen 3:1-Sieg. Sein Hattrick gegen den TSV Havelse katapultiert den SV Waldhof Mannheim auf Rang neun – und lässt die Abstiegszone endlich hinter sich.
Der späte ruf der kurpfälzer
Der SVW hatte 40 Minuten lang alles im Griff, nur das Tor nicht. Niklas Hoffmann und Lohkemper vergaben Doppelchance um Doppelchance, Havelses Keeper Norman Quindt wehrte sich wie ein Rodelberg. Die erste Halbzeit endete mit dem Gefühl: „Wieder so ein Tag.“ Dann kam Leon Sommer und schoss die Niedersachsen per Konter in Führung. Die Pfiffe im Carl-Benz-Stadion waren schon zu hören, als Lohkemper in der 59. Minute per Kopf anschlug. Drei Minuten später fällte Schiedsrichterin Davina Lutz Strafstoß, weil Noah Plume den durchstartenden Manca regelwidrig stoppte. Lohkemper ließ Quindt keine Chance. Plötzlich war die Luft raus beim TSV, die Kurve am Bruchwaldweg explodierte. Samuel Abifade traf den Pfosten, Lovis Bierschenk das Außennetz. Der Lucky Punch fiel in der 86. Minute: Lohkemper verwertete eine hereingeschlagene Ecke volley – 3:1, die Vorentscheidung im Abstiegskampf.

Zahlen, die lügen
Mannheim schoss 17 Mal aufs Tor, Havelse viermal. Die Gäste lagen trotzdem vorne, weil sie die einzige Großchance nutzten. Die Statistik log bis zur 58. Minute, dann schlug der Sturm die Täuschung. Mit 42 Punkten hat der SVW nun sieben Zähler Vorsprung auf den Strich, Havelse steht als Vorletzter auf 21 Punkte. Die Tabelle lügt nicht mehr.

Blick nach vorn
Nächste Woche geht’s nach Osnabrück. Spitzenreiter, 25.000 Fans, Dauerregen garantiert. Trainer Bernhard Trares wird seine Mannschaft warnt haben: „Wir haben noch nichts erreicht, nur die Richtung gewählt.“ Für Havelse wird es gegen Viktoria Köln noch einmal eng. Die Saison ist noch nicht gerettet, aber der Knoten ist geplatzt. Und Lohkemper? Der hat sich selbst ein Denkmal gesetzt – und den Gegner begraben.
