Locatelli verlängert bei juventus: kapitän soll bis 2030 bleiben
Manuel Locatelli und Juventus Turin steuern auf eine Vertragsverlängerung bis 2030 zu. Der aktuelle Kontrakt läuft noch bis 2028, doch beide Seiten haben bereits erste Gespräche geführt – und die Signale könnten kaum positiver sein. Was vor wenigen Monaten noch undenkbar schien, nimmt nun konkrete Formen an: Der Mann, den viele schon abgeschrieben hatten, ist plötzlich das Herzstück eines wiederbelebten Juventus.
Von der kritik zum kapitän – locatellis langer weg nach oben
Als Locatelli im Sommer 2021 nach Turin kam, war die Erwartung riesig. Allegris Rückkehr sollte die Alte Dame zurück auf den Thron führen. Es kam anders. Die Jahre mit Thiago Motta und Tudor brachten Unruhe, Zweifel, öffentlichen Druck. Locatelli überstand das alles – aber wirklich ankommen tat er erst jetzt, unter Luciano Spalletti.
Das ist insofern bemerkenswert, weil die Beziehung zwischen Spieler und Trainer mit einer offenen Rechnung belastet war. Spalletti hatte Locatelli beim Europameistertitel 2021 noch im Kader von Roberto Mancini gesehen – und ihn dann beim EM-Turnier 2024 schlicht nicht berücksichtigt. Kein schöner Ausgangspunkt. Und trotzdem: Die Chemie zwischen beiden stimmte vom ersten Tag an.

Spalletti hat ihn neu erfunden – und das zahlt sich jetzt aus
Spalletti gab Locatelli nicht nur Spielzeit zurück, er gab ihm Bedeutung. Der Mittelfeldspieler ist heute nicht nur Kapitän von Juventus, er ist das Gesicht einer Mannschaft, die jahrelang unter Dauerbeschuss stand. Ein Spieler, der Kritik weggesteckt hat, der in einer schwierigen Umgebung Haltung bewahrt hat – das ist kein kleines Detail, das ist Charakter.
Und genau das schätzt Spalletti. Locatelli schützt die Gruppe, auf dem Platz wie daneben. Während andere unter dem Druck eines fordernden Umfelds eingeknickt sind, hat er sich aufgerichtet. Das ist der Grund, warum Juventus jetzt mit ihm über eine Zukunft bis 2030 spricht.

Nach yildiz jetzt locatelli – juventus sichert seine schlüsselspieler
Die Reihenfolge ist kein Zufall. Zuerst wurde Kenan Yildiz als technischer Anführer langfristig gebunden. Jetzt ist der Kapitän dran. Juventus arbeitet sich systematisch durch die Liste der Spieler, die Spalletti als unverzichtbar betrachtet – und Locatelli steht ganz oben.
Parallel dazu laufen die Gespräche mit Dusan Vlahovic, dessen Vertragssituation deutlich komplizierter ist. Auch Pinsoglio und McKennie wurden bereits verlängert. Der Klub will nicht wieder in die Situation geraten, Verträge zu spät anzugehen und am Ende unter Druck verkaufen zu müssen. Die Lehren aus der Vergangenheit sitzen.
Locatelli hat Juventus immer als seinen Traumverein bezeichnet. Und wer ihn in dieser Saison spielen sieht, glaubt ihm das sofort. Er wird nicht aufwachen wollen aus diesem Traum – und Juventus hat nicht die geringste Absicht, ihn zu wecken.
