Lesnars sieg: der moment, der den undertaker zerstörte
Vor zwölf Jahren erschütterte ein Moment die Wrestling-Welt: Brock Lesnar beendete bei WrestleMania 30 die legendäre Siegesserie des Undertakers. Eine Niederlage, die bis heute nachwirkt und die Frage aufwirft, wie viel Kontrolle wirklich hinter den Kulissen liegt.
Ein schock für die fans und für den deadman
Am 6. April 2014 sahen über 70.000 Zuschauer im Superdome von New Orleans einen Moment, der für viele Wrestling-Fans unbegreiflich war. The Undertaker, die Ikone des Sports, der seit 21 Jahren bei WrestleMania unbesiegbar schien, ging gegen Brock Lesnar unter. Die Atmosphäre im Superdome kippte in regelrechte Grabesstimmung, ein Gefühl, das viele Fans bis heute nicht vergessen haben.
Doch was viele nicht wussten: Der Moment war von einer Tragödie überschattet. Bereits nach wenigen Minuten im Ring erlitt der Undertaker, damals 49 Jahre alt, eine schwere Kopfverletzung, die sich später als Gehirnerschütterung herausstellte. Eine unscheinbare Beinfeger-Aktion Lesnars außerhalb des Rings hatte verheerende Folgen. Der Deadman war desorientiert, sein Bewegungsablauf beeinträchtigt. Eine normale Qualität der Kämpfe, für die der Taker bekannt war, war schlichtweg unmöglich.

Vergesslichkeit bis zur erinnerung an die frau
Die Ereignisse hinter den Kulissen waren noch dramatischer. Der Undertaker musste in einen Krankenwagen verfrachtet und ins Krankenhaus gebracht werden. Fünfeinhalb Jahre später schilderte er in einem Interview mit „Stone Cold“ Steve Austin das Ausmaß des Schocks: Er habe sich nicht nur den Kampf, sondern auch die Zeit davor nicht erinnern können. Seine letzte Erinnerung sei ein Gespräch mit seiner Frau Michelle McCool um 15:30 Uhr gewesen, die nächste sei erst am Morgen im Krankenhaus gegen 4 Uhr. Er habe seinen Namen vergessen, seinen Geburtstag, den Ort – alles, bis auf den Namen seiner Frau.

Vince mcmahons entscheidung und der wunsch nach roman reigns
Die Frage, wer letztendlich die Entscheidung für Lesnars Sieg traf, wurde lange diskutiert. Zunächst hieß es, der Undertaker selbst habe den ehemaligen UFC-Schwergewichtschamp als Bezwinger ausgewählt. Doch später machte der damalige WWE-Boss Vince McMahon deutlich, dass die Entscheidung von ihm kam. „Irgendwann ist die Zeit gekommen, dem Business etwas zurückzugeben“, erklärte McMahon. Und Lesnar sei die Person gewesen, die am meisten davon profitieren konnte.
Der Undertaker selbst äußerte später seinen Wunsch, dass Roman Reigns, ein jüngerer Topstar, „The Streak“ gebrochen hätte. Das Trauma gegen Lesnar wirkte noch lange nach, wie die WWE-Doku „Undertaker: The Last Ride“ zeigte. Kurz vor seinem WrestleMania-Match gegen Bray Wyatt musste er von Triple H aufgemuntert werden.

Ein abschied mit folgen und ein möglicher letzter auftritt von lesnar
Die Fehde zwischen Lesnar und dem Undertaker wurde in den folgenden Monaten fortgesetzt, mit weiteren Kämpfen bei SummerSlam und Hell in a Cell. Doch die Schatten der WrestleMania-Niederlage blieben. Der Undertaker erlitt nach seinem Auszug einen Kollaps, und seine Karriere neigte sich dem Ende zu. Er verabschiedete sich 2020 offiziell und wurde wenig später in die Hall of Fame aufgenommen.
Für Brock Lesnar könnte die diesjährige WrestleMania seinen letzten Auftritt markieren. Gerüchte besagen, dass auch er seinen Abschied plant. Die Geschichte von Lesnars Sieg über den Undertaker bleibt ein Kapitel der Wrestling-Geschichte, das von Schock, Trauma und der Macht hinter den Kulissen erzählt. Eine Geschichte, die die Faszination des Sports auf unheimliche Weise verdeutlicht.
