Lesnar bricht undertakers streak: ein trauma für die wrestling-legende?
Vor zwölf Jahren erschütterte ein Moment die Wrestling-Welt: Brock Lesnar beendete bei WrestleMania 30 die legendäre Siegesserie von The Undertaker, bekannt als „The Streak“. Was damals als großer Moment für Lesnar gefeiert wurde, entpuppte sich für den Undertaker als traumatische Erfahrung, die ihn bis heute verfolgt.
Ein schock für fans und undertaker
Am 6. April 2014 sahen über 70.000 Zuschauer im Superdome von New Orleans zu, wie Lesnar die Unbesiegbarkeit des „Deadman“ brach. Die Reaktion der Fans war überwältigend – eine Mischung aus Unglauben und Entsetzen. Doch was im Rampenlicht nicht sichtbar war, war das Ausmaß der Verletzungen, die der Undertaker bei diesem Kampf davontrug.
Bereits nach wenigen Minuten im Ring erlitt der Undertaker eine schwere Kopfverletzung, eine Gehirnerschütterung, die durch einen unscheinbaren Beinfeger außerhalb des Rings verursacht wurde. Er war desorientiert und langsam, und das Match wurde trotz seiner angeschlagenen Verfassung zu Ende gebracht. Die Qualität des Kampfes litt enorm darunter – weit entfernt von den epischen Duellen, die der Undertaker in den Jahren zuvor bestritten hatte.
Das Trauma hinter den Kulissen: Vergessene Erinnerungen
Die Ereignisse hinter den Kulissen waren noch dramatischer. Der Undertaker musste in einen Krankenwagen verfrachtet und ins Krankenhaus gebracht werden, wobei Lesnar und Vince McMahon ihm noch während der Show folgten. Fünfeinhalb Jahre später schilderte er in einem Interview mit „Stone Cold“ Steve Austin das Ausmaß des Schocks: Er hatte sich nicht nur an den Kampf, sondern auch an den gesamten Nachmittag erinnern können, mit der erschreckenden Erkenntnis, seinen Namen und sogar seinen Geburtstag vergessen zu haben. Nur der Name seiner Frau, Michelle McCool, blieb ihm erhalten.

Vince mcmahons entscheidung: ein kalkuliertes risiko
Die Entscheidung, die Siegesserie des Undertakers zu beenden, wurde lange Zeit Lesnar zugeschrieben. Doch später enthüllte Vince McMahon, dass die Idee von ihm selbst kam. Er argumentierte, der Undertaker habe dem Wrestling-Business so viel zurückgegeben, dass es an der Zeit sei, ihm diese Chance zu geben, und Lesnar sei der ideale Kandidat dafür gewesen. Eine Entscheidung, die den Undertaker, wie McMahon zugab, „ein Schock“ gewesen sei.
Im Nachhinein äußerte der Undertaker selbst den Wunsch, dass Roman Reigns, ein jüngerer Topstar, die Siegesserie gebrochen hätte. Dennoch setzte er seine Karriere fort, und sein WrestleMania-Match gegen AJ Styles im Jahr 2020 markierte tatsächlich sein Abschied von der Bühne.
Ein Vermächtnis und ein Abschied
Obwohl Brock Lesnar die Siegesserie des Undertakers beendete, ist das Vermächtnis des „Deadman“ unbestritten. Seine Karriere, die mit dem Einzug in die Hall of Fame im Jahr 2022 gekrönt wurde, wird für immer in den Annalen des Wrestling-Sports verewigt bleiben. Und während Lesnar selbst möglicherweise in zwei Wochen bei WrestleMania seinen Abschied feiert, bleibt das Trauma des WrestleMania 30-Matches für den Undertaker ein Mahnmal an die Verletzlichkeit auch der größten Legenden.
