Lesnar beendete undertakers streak – ein trauma für die wrestling-legende?

Vor zwölf Jahren erschütterte ein Moment die Wrestling-Welt: Brock Lesnar besiegte The Undertaker bei WrestleMania 30 und beendete damit dessen legendäre Siegesserie von 21 Jahren. Was damals als großer Moment für Lesnar gefeiert wurde, war für Undertaker ein traumatische Erfahrung, die ihn bis heute verfolgt.

Ein verletzter deadman im ring

Die Geschichte hinter diesem historischen Moment ist bitterer, als viele Fans ahnten. The Undertaker erlitt bereits wenige Minuten in den Kampf bei WrestleMania 30 eine schwere Kopfverletzung, die erst später als Gehirnerschütterung diagnostiziert wurde. Eine unscheinbare Beinfeger-Aktion Lesnars außerhalb des Rings hatte fatale Folgen. Der „Deadman“ war fortan desorientiert und kämpfte sichtlich angeschlagen weiter, obwohl das Match noch rund 20 Minuten dauern sollte. Die Qualität des Kampfes litt enorm, weit entfernt von den epischen Duellen, die der Undertaker zuvor gegen Stars wie Shawn Michaels und Triple H bestritten hatte.

Vergessene erinnerungen und ein trauma

Vergessene erinnerungen und ein trauma

Doch das eigentliche Drama spielte sich hinter den Kulissen ab. Der Undertaker musste umgehend in einen Krankenwagen gebracht und ins Krankenhaus eingeliefert werden. Lesnar und WWE-Boss Vince McMahon begleiteten ihn noch während der Show. Fünfeinhalb Jahre später schilderte der Undertaker in einem Interview mit „Stone Cold“ Steve Austin das Ausmaß des Schocks: Er habe sich an nichts erinnern können – weder an den Kampf selbst noch an die Zeit davor. „Meine letzte Erinnerung war ein Gespräch mit meiner Frau um 15:30 Uhr“, gestand er mit Tränen in den Augen, bevor er sich erst Stunden später im Krankenhaus wiederfand und seinen Namen, Geburtstag und sogar seinen Aufenthaltsort vergessen hatte.

Mcmahons entscheidung und die kritik des undertakers

Mcmahons entscheidung und die kritik des undertakers

Ein weiterer Aspekt dieser Geschichte ist die Frage, warum Vince McMahon, der damalige WWE-Boss, beschloss, die Siegesserie des Undertakers zu beenden. Zunächst hieß es, der Undertaker selbst habe die Entscheidung getroffen und Lesnar als Bezwinger ausgewählt. McMahon widersprach diesem Gerücht später jedoch und betonte, dass die Entscheidung bei ihm lag und Lesnar am besten davon profitieren konnte. „Niemand weiß besser, dass es wichtig ist, dem Business etwas zurückzugeben, als Mark Calaway“, erklärte McMahon.

Ein wunsch nach roman reigns statt lesnar

Ein wunsch nach roman reigns statt lesnar

Der Undertaker selbst äußerte später seinen Wunsch, dass Roman Reigns, ein jüngerer Topstar, die Siegesserie gebrochen hätte. Trotz seines Comebacks bei WrestleMania 31 gegen den leider verstorbenen Bray Wyatt blieb das Trauma des Matches gegen Lesnar bestehen. Die WWE-Doku „Undertaker: The Last Ride“ verdeutlichte, wie sehr ihn dieser Moment belastete. Der von Selbstzweifeln geplagte Undertaker musste von Triple H aufgerichtet und motiviert werden.

Der abschied rückt näher

Der abschied rückt näher

Brock Lesnar, der zwischenzeitlich aufgrund eines Skandals lange von der WWE ferngehalten wurde, könnte dieses Jahr bei WrestleMania seinen Abschied nehmen. Die Geschichte des Undertakers und Lesnar ist damit noch lange nicht abgeschlossen. Seine Karriere, die er 2022 in die Hall of Fame einziehen ließ, wird für immer mit diesem einen denkwürdigen Moment verbunden bleiben. The Streak mag gebrochen sein, aber das Vermächtnis des Undertakers lebt weiter.