Lens träumt vom pokalcoup: toulouse ausgeschaltet!
Ein furioser Auftritt von RC Lens hat dem FC Toulouse im Halbfinale des Coupe de France die Show gestohlen. Mit einem deutlichen 4:1 (3:1) Triumph katapultieren sich die Nordfranzosen ins Endspiel und wagen ernsthafte Hoffnungen auf den ersten nationalen Titel seit 1998.

Historischer triumph in greifbarer nähe
Die Partie im Stade Bollaert-Delelis war von Anfang an von Lens' Entschlossenheit geprägt. Florian Thauvin brachte die Heimmannschaft bereits in der neunten Minute durch einen souveränen Elfmeter in Führung. Allan Saint-Maximin, der ehemalige Profi aus Hannover, ließ Toulouse mit seinem Treffer in der 18. Minute keine Ruhe. Matthieu Udol erhöhte den Druck weiter und baute die Führung in der 35. Minute auf 3:0. Santiago Hidalgo gelang zwar kurz vor der Pause der Anschlusstreffer für Toulouse (21.), doch das Momentum lag klar auf Lens’ Seite.
Die zweite Hälfte bestätigte diesen Eindruck. Adrien Thomasson sorgte in der 74. Minute für die endgültige Entscheidung und machte den Sieg für Lens perfekt. Toulouse, der Pokalsieger von 1957 und 2023, wirkte zunehmend kraftlos und brachte die Defensive von Lens selten in Bedrängnis. Die Zahlen sprechen für sich: Lens dominierte das Spiel in nahezu jeder Phase und zeigte eine beeindruckende kämpferische Leistung.
Das Finale, das am 22. Mai im Stade de France von Saint-Denis stattfinden wird, verspricht ein spannendes Duell. Lens trifft dort auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen Racing Straßburg und OGC Nizza, das am Mittwochabend (21.00 Uhr) ausgetragen wird. Der Ausscheiden des Titelverteidigers Paris Saint-Germain, der bereits im Sechzehntelfinale vom Paris FC überrascht wurde, hat die Tür für Lens und die anderen Pokalanwärter weiter geöffnet.
Die Fans in Lens feiern bereits, doch die Mannschaft von Trainer Franck Haise weiß: Im Finale gilt es erneut, die höchste Konzentration zu zeigen. Denn der Traum vom ersten Pokalsieg in der Vereinsgeschichte ist nun so nah wie nie zuvor.
