Lene forsbach bleibt luchs: 54 tore, ein handschlag bis 2028
Kein Transfer-Poker, kein Tam-Tam. Die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten haben einfach zugegriffen und Lene Forsbach für zwei weitere Jahre ans Werder gebunden. Die 21-Jahre-alte Rückraumkanoniere unterschreibt bis 2028 – und liefert damit die Antwort auf die Frage, warum die Luchse in der 2. Bundesliga plötzlich wieder nach oben schauen.
Ein jahr, 54 treffer, ein statement
Forsbach kam 2024, schoss sich in 21 Partien auf 54 Tore und wurde zum Lieblingslaufband von TrainerDubravko Prelcec. „Sie trifft, sie verteidigt, sie nervt Gegner“, sagt er. „Lene macht das Rückzimmer kompakt und gibt uns die Geschwindigkeit, die wir brauchen.“ Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 2,6 Treffer pro Spiel, Quote 68 Prozent – und dabei erst 63 Einsätze in der Zweiten Liga.
Die Verlängerung war für den Klub Pflicht. Denn hinter Emily Bölk und Viola Leuchter buhlen die großen Namen um Nachwuchstalente. Wer nicht früh bindet, verliert. Buchholz handelte, bevor die Anfragen aus der Ersten Liga kamen.

Prelcec baut sein rückraum-quartett weiter aus
Mit Forsbach, Leni Kramer, Jette Hansen und Luisa Korth haben die Luchse nun vier unterschiedliche Profile: Links, Mitte, Rechts, variabel. Prelcec kann rotieren, ohne Qualität zu verschenken. „Wir wollen nicht nur den Klassenraum halten, wir wollen ihn verlassen“, sagt der Trainer. „Dafür braucht man Spieler, die sich steigern, nicht nur halten.“
Forsbach selbst betont die kleinen Dinge: „Die Kabine ist laut, die Stadt kennt mich inzwischen beim Vornamen, und ich darf mich jeden Tag mit dem Besten der Liga messen.“ Ihr Ziel: 70 Tore in der nächsten Saison, mehr Siebenmeter-Sicherheit, mehr Leadership. „Ich will nicht nur Tore schießen, ich will Spiele entscheiden.“

Die botschaft an die konkurrenz
Während andere Zweitligisten um jeden Punkt zittern, signalisiert Buchholz: Wir planen langfristig. Die Lizenz bis 2028 ist durch, die Halle wird saniert, der Kader verjüngt. Mit Forsbach als Fixpunkt. „Wer uns unterschätzt, kassiert eben 54 Gegentore – von einer einzigen“, schmunzelt Sportdirektor Timo Röthig.
Die Luchse springen damit einen Schritt voraus. Nächster Gegner: HSG Bensheim-Auerbach am 15. März. Dann zeigt sich, ob Forsbachs Handschlag wirklich Gold wert ist. Die Zahlen sagen: Ja. Der Rest ist Handball.
