Lemgo fiebert vor dem dhb-pokalfinale – kann berlin gestoppt werden?
Die Luft in Lemgo knistert förmlich. Der TBV Lemgo Lippe steht vor einer Handball-Woche, die den Verein in den Fokus der Nation rücken wird. Zunächst gilt es, die Herausforderung durch Meister Berlin in der Bundesliga anzunehmen, dann folgt das hochspannende Final4 in Köln – eine Chance auf den größten Titelgewinn der Vereinsgeschichte.
Kapitän suton spürt die anspannung
Tim Suton, der Kapitän des TBV, spricht im wdr.de-Interview offen über die emotionale Achterbahnfahrt der letzten Wochen: „Natürlich sind die Bundesliga-Spiele wichtig, aber das Final4 rückt näher und die Anspannung steigt.“ Die vergangene Saison mit dem knappen Understatement in Hamburg sitzt den Lemgoern noch in den Knochen. Doch dieses Mal scheint die Vorbereitung besser, die Stimmung im Team stärker.
Die jüngsten Bundesliga-Ergebnisse waren alles andere als zufriedenstellend. Nach einem furiosen Saisonstart, der den TBV lange auf dem dritten Platz positionierte, rutschten die Ostwestfalen aufgrund einer Reihe von knapp verlorenen Spielen auf den sechsten Platz ab. Die Qualifikation für die europäischen Wettbewerbe ist somit ernstzunehmend gefährdet.
Am Sonntag (12.04.2026) empfängt Lemgo Berlin in der heimischen Arena. Ein Ausrutscher wäre fatal, sowohl für die Bundesliga-Ambitionen als auch für die Vorbereitung auf das Pokal-Finale.

Final4-ticket im visier – berlin ist der schlüssel
Das Pokal-Wochenende in Köln (18./19. April) ist für den TBV von immenser Bedeutung. Im Halbfinale treffen sie auf den gleichen Gegner, die Füchse Berlin, die auch im Bundesliga-Duell am Sonntag auf das Feld kommen. „Berlin ist Favorit, daran gibt es nichts zu rütteln“, räumt Suton ein, „aber wir müssen alles dafür tun, dass für uns alles passt, wenn es um das Finale in Köln geht.“
Die Lemgoer sind realistisch, aber keineswegs ohne Hoffnung. Mit ihrer Erfahrung im Pokal-Wochenende und dem Rückenwind eines ausverkauften Hauses wollen sie ihren Gegner ärgern. Suton betont: „Wir werden nicht taktieren. Wir wollen mit aller Kraft kämpfen.“

Kontinuität und entwicklung im team
Die Entwicklung des TBV in den letzten Jahren sei laut Suton „absolut positiv“. Trotz einiger personeller Veränderungen sei es dem Verein gelungen, ein stabiles Team zusammenzuhalten und eine positive Entwicklung zu fördern. Diese Kontinuität sei nun ein entscheidender Vorteil.
Die Füchse Berlin, angeführt vom Top-Scorer Mathias Gidsel, präsentieren sich als eine Macht im deutschen Handball. Doch Lemgo hat bereits im Hinspiel bewiesen, dass man den Berliner Angriff stoppen kann. Das entscheidende wird sein, die Leistung über 60 Minuten konstant abrufen zu können. Die Halle in Köln wird am Wochenende ein Tollhaus sein, und genau diese Atmosphäre will der TBV nutzen, um alles zu geben.
Die Ausgangslage ist klar: Lemgo muss sich gegen Berlin behaupten, um mit Selbstvertrauen ins Final4 zu gehen. Der Traum vom Titel lebt, und die Mannschaft ist bereit, alles zu riskieren. Die Handball-Welt wird gespannt sein, wie sich diese spannende Geschichte entwickelt. Denn im Handball ist alles möglich – auch ein Pokalsieg für den Underdog aus Lemgo.
