Lautaro: "ich lasse mich hier rausschmeißen!"

Appiano Gentile – Ein Ausbruch, der die Fußballwelt erstaunt hat: Lautaro Martínez, Kapitän der Inter Mailand, hat in einem exklusiven Interview seine Zukunftspläne offenbart. Nach dem Gewinn des Coppa Italia und der Meisterschaft scheint der Stürmerstar eine klare Botschaft zu senden: Er will in Mailand bleiben – egal, was es kostet.

Die kindheit im schatten der armut

Martínez blickt zurück auf eine schwierige Kindheit in Bahia Blanca, Argentinien. "Da war nicht immer genug Essen auf dem Tisch“, erinnert er sich. "Wir haben uns mit unseren Brüdern um die größten Portionen gestritten. Es war eine Zeit der Entbehrung, aber auch der unendlichen Freude. Wir waren glücklich, so wie wir waren.“ Seine Eltern arbeiteten hart, um die Familie zu ernähren. Sein Vater war zunächst Mechaniker an einer Marinebasis, später Krankenschwester für ältere Menschen und seine Mutter Putzhilfe. Die Familie lebte zeitweise bei Freunden, um Miete zu sparen.

"Meine Oma Olga ist mein größtes Idol“, gesteht Lautaro mit leuchtenden Augen. Er trägt ein Tattoo ihrer Silhouette auf seinem Arm, ein ständiges Zeichen ihrer Liebe und Unterstützung. Der Verlust der Heimat, das Gefühl der Armut – all das hat ihn zu dem Menschen und dem Spieler gemacht, der er heute ist.

Die entscheidung für den fußball

Die entscheidung für den fußball

Schon als Kind war Fußball Martins Lebensinhalt. "Mein Vater hat mir den Ball immer mitgebracht“, erzählt er. "Ich war bei jedem seiner Trainings dabei und versteckte mich im Spind, um den Mannschaftskapitän zu belauschen. Das war mein Held.“ Mit 15 Jahren entschied er sich, seine Basketball-Ambitionen aufzugeben und sich voll und ganz dem Fußball zu widmen. Der Umzug nach Buenos Aires war hart, aber seine Entschlossenheit, seinen Traum zu verwirklichen, war stärker als die Heimweh.

Die zweifel nach der champions league

Die zweifel nach der champions league

Die Niederlage im Champions League Finale gegen Manchester City lastete schwer auf dem Team. Nach dem Ausscheiden im Coppa Italia gegen Bologna kam es zu einem emotionalen Ausbruch. Lautaro gab in einem Interview zu verstehen, dass er sich möglicherweise einem neuen Kapitel in seiner Karriere zuwenden könnte. Doch diese Phase scheint nun vorbei zu sein.

Eine zukunft in schwarz und blau?

Eine zukunft in schwarz und blau?

"Ich habe meine Gedanken sortiert“, erklärt Martínez. „Ich bin hier glücklich, meine Familie ist hier glücklich. Wir haben ein Haus, die Kinder gehen zur Schule und haben Freunde. Es ist schwer, mir etwas anderes vorzustellen.“ Er deutet an, dass er sich eine langfristige Zukunft in Mailand vorstellen kann. „Ich warte auf die Schlüssel zu Appiano Gentile“, grinst er. „Aber wenn mich niemand rausschmeißt, bleibe ich hier!“, fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu.

Die Frage nach neuen Rekorden lässt er unbeantwortet. „Ich zähle nicht meine Tore“, sagt er. „Aber es wäre schön, Giuseppe Meazza zu übertreffen. Er ist eine Legende, und das wäre eine Ehre.“

Die Worte des Kapitäns sind klar: Lautaro Martínez ist entschlossen, seine Geschichte in Schwarz und Blau fortzuschreiben. Ob er tatsächlich bis zu seinem Karriereende in Mailand bleibt, steht noch in den Sternen. Aber eines ist sicher: Solange er im Team ist, wird er alles geben, um die Nerazzurri zum Erfolg zu führen.