Las palmas vor dem showdown: kann die mannschaft den aufstiegspfad zurückfinden?

Die Luft in Las Palmas ist zum Schneiden dick. Nach der knappen Niederlage in Málaga droht der Verlust der Playoff-Plätze, und der Druck auf die Mannschaft vor dem Freitagspiel gegen Leganés ist enorm. Kann das Team die Reißleine ziehen und wieder in die Erfolgsspur zurückkehren?

Die vermeintliche „final“ – ein realistischer blick

Die vermeintliche „final“ – ein realistischer blick

Obwohl viele Spieler von einer Art „Finalspiel“ sprechen, versucht Trainer Luis García, die Erwartungen herunterzuspielen. „Wir liegen nur vier Punkte hinter dem direkten Aufstieg und einen Punkt hinter den Playoff-Plätzen. Es ist kein Endspiel, alles ist noch im Fluss. Ein Endspiel ist es erst, wenn es keine Möglichkeit mehr gibt. Aber natürlich ist das Spiel morgen sehr wichtig“, betonte der Coach in der Pressekonferenz. Die Situation ist angespannt, aber noch lange nicht aussichtslos.

Gegenüberstandet Las Palmas einem Gegner, der zu Beginn der Saison als ernsthafter Titelkandidat gehandelt wurde, nun aber mit der eigenen Leistung kämpft. García mahnte: „Wir dürfen nicht vergessen, dass Leganés ein Absteiger ist, über sehr gute Spieler verfügt und sich noch nicht vollends von dem Abstiegskampf freigekämpft hat.“ Die Aufgabe ist also alles andere als einfach.

Selbstkritik als Schlüssel zum Erfolg: Der Trainer selbst sieht die Verantwortung für die aktuelle Situation auch bei sich. „Ich mache viele Fehler, weil ich meine Defizite und Schwächen habe, wie jeder andere auch. Ich treffe Entscheidungen, die nicht immer richtig sind. Man muss sich selbstkritisch betrachten, um sich ständig zu verbessern – daran gibt es nichts zu rütteln“, erklärte García. Diese ehrliche Analyse könnte der Mannschaft helfen, den Fokus wieder auf das Wesentliche zu lenken.

Ein weiterer Punkt, der im Nachgang des Spiels in Málaga diskutiert wird, ist die Entscheidung des Schiedsrichters bezüglich eines möglichen Fouls an Miyashiro im Strafraum. García äußerte sich dazu vorsichtig: „Es ist für den Schiedsrichter schwer, diese Aktion im schnellen Tempo zu erkennen. Aber ich glaube, dass die Leute im VAR, mit weniger Druck und einer besseren Kameraeinstellung, sie hätten sehen müssen. Wir müssen das kritisieren, da der Schiedsrichter gewarnt werden hätte sollen. Ihn zu beschuldigen, ist unfair, da er die Geschwindigkeit nicht einschätzen konnte.“

Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Las Palmas muss seine Nervosität ablegen und mit neuer Entschlossenheit auftreten, wenn die Ambitionen, zu den Top Sechs der Liga zu gehören, noch realistisch sind. Die Reise nach Leganés wird dabei ein erster wichtiger Test.