Laporte: vom außenseiter zur verteidigungszentrale spaniens
Aymeric Laporte, einst belächelt und von vielen Experten kaum für die Weltmeisterschaft in Katar gehandelt, hat in den ersten drei Spielen für Spanien eine beeindruckende Wandlung vollzogen. Der Innenverteidiger, der erst spät seinen Weg in die spanische Nationalmannschaft fand, präsentiert sich nun als unumstrittener Leistungsträger und beweist, dass Kritik oft nur Ansporn für eine starke Leistung ist.
Das comeback des erfahrenen verteidigers
Laportes Geschichte ist eine der stetigen Revanche. Nach der Europameisterschaft wurden seine Leistungen hinterfragt, doch der 32-Jährige ließ sich nicht entmutigen. Stattdessen nutzte er die Chance, sich im WM-Kader zu beweisen – und das mit großem Erfolg. Seine Leistungen waren so überzeugend, dass er bereits in mehreren renommierten Fußball-Statistik-Websites im besten Team der Gruppenphase aufgetaucht ist, in exzellenter Gesellschaft mit Spielern wie Achraf Hakimi und Virgil van Dijk.
Die Zweifel, die von außen kamen, trafen Laporte persönlich, besonders seine Familie und Freunde. "Wenn über dich geredet wird, betrifft das vor allem das Umfeld: Familie, Kinder, Eltern. Sie sind mehr damit beschäftigt, was los ist, und es kann sie stärker belasten. Sie stellen dir Fragen, und du musst antworten. Ich verstehe, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, aber ich glaube, ich habe nicht allzu viele Gründe für Zweifel gegeben," erklärte er in einem Interview mit MARCA.

Mehr als nur kopfballstärke
Neben seiner beeindruckenden Kopfballstärke, die ihm beispielsweise gegen Uruguay fünf gewonnenen Luftzweikämpfe einbrachte, glänzt Laporte auch durch seine Ruhe am Ball und seine exzellente Spieleröffnung. Seine Passquote ist schlichtweg herausragend: 92% gegen Uruguay, 95% gegen Saudi-Arabien und sogar 96% gegen Kap Verde. Insgesamt schloss er 281 von 297 Pässen ab – eine Quote von fast 95%!
Trainer Luis de la Fuente lobt Laporte als "einen der besten Innenverteidiger, der unsere Spielidee umsetzt. Er ist ein Luxus für uns. Er bietet eine hervorragende Spieleröffnung, filtert Pässe und hat eine hohe Hierarchie. Er ist sehr komplett." Die spanische Staffelt seine Fitness genau, was sich im Umstand widerspiegelt, dass er nach dem Spiel gegen Uruguay das einzige nicht verletzte Mitglied war, das nicht trainierte.

Ein mentor für die jungen
Laporte ist nicht nur ein entscheidender Spieler für die spanische Nationalmannschaft, sondern auch ein Mentor für die jüngeren Talente. Er pflegt eine enge Beziehung zu Spielern wie Lamine Yamal, mit dem er regelmäßig auf Fortnite spielt, und zeigt große Wertschätzung für Gavi, dessen Genesung er aufmerksam verfolgte. "Ich habe eine besondere Verbindung zu ihm seit seinem Wechsel hierher. Ich habe ihn sehr herzlich aufgenommen. Er ist ein unglaublicher Junge, sowohl auf als auch neben dem Platz," so Laporte.
Laporte beweist eindrucksvoll, dass Erfahrung, Entschlossenheit und Teamgeist die entscheidenden Faktoren für den Erfolg sind. Seine Leistungen in den ersten Spielen der WM sind ein klares Zeichen: Aymeric Laporte ist nicht nur ein solider Verteidiger, sondern ein echter Anführer und ein Gewinn für die spanische Nationalmannschaft.
