Lacroix: vom wolfsburger abwehrchef zum französischen hoffnungsträger!
Ein überraschender Name steht im vorläufigen Kader für die Weltmeisterschaft 2026: Maxence Lacroix. Der ehemalige Wolfsburger Abwehrspieler, der nun beim Crystal Palace in der Premier League seine Klasse beweist, winkt Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps plötzlich zu. Ein Wechsel, der die Fußballwelt aufmerksam macht und dem Rayo Vallecano in der Conference League Kopfzerbrechen bereiten könnte.
Der aufstieg des unaufgeforderten talents
Lacroix' Weg ins französische Nationalteam ist alles andere als geradlinig. Lange schien er im Schatten anderer Talente zu stehen, doch seine Leistungen bei Crystal Palace sprechen eine deutliche Sprache. Der 1,90 Meter große Verteidiger, der im Sommer 2024 für 18 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg in die englische Liga wechselte, hat sich in kürzester Zeit als feste Größe etabliert. Deschamps' Entscheidung, ihn in den Kader zu berufen, ist ein Beweis für seine beeindruckende Entwicklung und seine Vielseitigkeit. „Er kann sowohl die linke als auch die rechte Seite der Abwehr spielen. Er gibt uns drei Optionen pro Position und sorgt für mehr Sicherheit in der Defensive“, erklärte der französische Bondscoach seine Wahl.
Seine Zahlen bei Palace sind schlichtweg beeindruckend. In 97 Spielen gelangen ihm nicht nur vier Treffer und vier Assists, sondern er hat sich auch zu einem echten Abwehrfelsen entwickelt. Allein 455 Abweerrückgaben, 99 abgefangene Bälle und 359 gewonnene Zweikämpfe von 596 zeigen seine Dominanz. Er ist sogar der fünftbeste Spieler der Premier League, wenn es um erfolgreiche Tacklings geht (79 von 131).
Doch Lacroix ist mehr als nur ein physisch starker Verteidiger. Er ist ein Teamplayer, der sich auch außerhalb des Platzes für andere einsetzt. Ein älterer Fan des Crystal Palace soll ihn auf der Straße angehalten und ihm gesagt haben: „Bevor ich sterbe, möchte ich sehen, dass Palace einen Titel gewinnt.“ Ein Versprechen, das Lacroix mit seinem Team bereits eingelöst hat, indem er maßgeblich zum Gewinn des FA Cups gegen Manchester City (1:0) und zur Supercopa-Sieg gegen Liverpool (2:2 n.E.) beitrug.
„Wir sind ein konkurrenzfähiges Team, wir wollen alles gewinnen: Conference League, FA Cup, League Cup…“, so Lacroix, der seine Motivation aus der Familie schöpft. Seine Mutter, Ärztin von Beruf, hat ihm früh beigebracht, dass Helfen das Beste ist, was man tun kann. Diese Einstellung spiegelt sich auch in seinem Engagement in der Community des Südens von London wider, für das er mit dem „PFA Community Champions“-Award ausgezeichnet wurde.
Für den Rayo Vallecano bedeutet Lacroix nun eine zusätzliche Hürde auf dem Weg zum Conference-League-Titel. Der französische Nationalspieler ist bereit, seine Mannschaft zu verteidigen – und das mit einer Entschlossenheit, die seinesgleichen sucht. Seine Worte fassen es treffend zusammen: „Ich bin hier, um meine Jungs zu beschützen… Und ehrlich gesagt, ich glaube, ich mache meine Arbeit ziemlich gut.“

Ein bollwerk mit malgisch-guadeloupäischen wurzeln
Lacroix, dessen Mutter malgisch-guadeloupäische Wurzeln hat, verkörpert die Vielfalt des französischen Fußballs. Seine internationale Erfahrung und seine Anpassungsfähigkeit machen ihn zu einem wertvollen Spieler für Deschamps' Team. Die französische Defensive hat in den letzten Jahren einige Veränderungen erlebt, und Lacroix könnte genau der Spieler sein, der die nötige Stabilität und Erfahrung bringt.
Die Welt wird gespannt sein, wie sich Maxence Lacroix bei seinem Debüt im französischen Nationalteam schlagen wird. Eines ist jedoch sicher: Er ist bereit, sich der Herausforderung zu stellen und alles zu geben, um sein Land zu vertreten. Der Rayo Vallecano sollte sich besser warm anziehen, denn der französische Abwehrchef ist auf dem Weg, ihnen das Leben schwer zu machen.
