Kwadwo duah schießt ludogorets zum sieg – und zurück in die schweizer em-debatte
Kwadwo Duah trifft wieder. Und plötzlich ist alles offen. Der 29-Jährige erzielte beim 3:0 von Ludogorets Rasgrad gegen Montana sein fünftes Liga-Tor seit November – ein Schlaglicht, das bis nach Basel und Zürich strahlt.

Murat yakin hatte ihn einst aus dem nichts nominiert
Bei der EURO 2024 stand Duah auf dem Rasen, bevor die meisten Schweizer seinen Namen aussprechen konnten. 66 Minuten gegen Ungarn, ein Tor, Applaus, danach Verletzung, Bank, Verdrängung. Die Geschichte schien beendet. Doch in Razgrad arbeitet der Stürmer an seinem Comeback, während sein Klub um die Meisterschaft zittert.
Seit November spielt Duah durch, Montag war er ernehr Spieler des Tages. Fünf Treffer in zwölf Partien – keine Weltstatistik, aber eine Ansage. Ludogorets liegt trotzdem sechs Punkte hinter Levski Sofia, die Titelfiesta droht zu entfallen. Für Duah zählt aber ein anderes Kalkül: Mit jedem Lauf, jedem Tor nähert er sich der Nationalelf, die aktuell ohne echte Spitze da steht. Breel Embolo ringt mit Form und Fitness, Noah Okafor schwankt zwischen Bank und Startelf. Ein Torjäger mit EM-Erfahrung? Yakin schaut nach Sofia.
Die Bulgaren diskutieren ohnehin nur über die „Schande von Istanbul“, jenes 1:11 im Play-off der Conference League gegen Spartak Trnava. Doch wer genau hinsieht, entdeckt in Duah einen Ausweg aus der Krise. Seine Laufwege sind direkter, seine Abschlüsse kaltschnäuziger als noch in der Hinrunde. Ludogorets braucht einen Helden – und der Stürmer könnte dieses Narrativ für sich und die Schweizer Fans umschreiben.
Die Frage ist nicht mehr, ob er bereit ist. Die Frage lautet: Wann ruft Yakin wieder an? Denn wer in der Fremde trifft, dem glaubt man auch zu Hause das Märchen. Und Märchen sind in der EM-Qualifikation manchmal der Unterschied zwischen Achtelfinale und Heimreise.
