Kurioser sieg und sturzserie: deutsche skicrosser feiern in serbien

Spektakuläres finale in kopaonik: hronek gewinnt, wilmsmann dritter

Kopaonik, Serbien – Ein außergewöhnliches Skicross-Rennen sorgte am Sonntag für Aufsehen. Trotz mehrerer Stürze und einer Disqualifikation feierten die deutschen Athleten Tim Hronek und Florian Wilmsmann einen doppelten Podestplatz. Der Sieg ging an Hronek, während Wilmsmann den dritten Rang belegte – allerdings unter turbulenten Umständen.

Maier scheidet aus, männer springen ein

Maier scheidet aus, männer springen ein

Olympiasiegerin Daniela Maier hatte im Viertelfinale hingegen weniger Glück und wurde Neunte. Sie verpasste knapp den Einzug ins Halbfinale, nachdem sie bis kurz vor dem Ziel geführt hatte. Trotzdem sorgten die starken Männer des deutschen Teams für ein positives Ergebnis.

Chaotisches finale: sturz und disqualifikation

Chaotisches finale: sturz und disqualifikation

Im Finale führte zunächst Florian Wilmsmann, wurde aber vom Kanadier Reece Howden abgeräumt. Dieser Sturz zog auch Tim Hronek und den weiteren Kanadier Kevin Drury zu Fall. Howden fuhr zwar als Erster ins Ziel, wurde aber nachträglich disqualifiziert. Hronek und Wilmsmann konnten sich nach einigen Minuten wieder aufrappeln und das Tal hinunterfahren, wo sie von ihrem Erfolg erfuhren.

Hroneks ungewöhnlicher sieg

„Es fühlt sich super komisch an“, sagte ein sichtlich überraschter Tim Hronek. „Du hast einen Sturz und plötzlich bist du Erster. So wollen wir nicht Rennen fahren. Aber ich bin super happy, ich war richtig on fire. Es war der beste Tag für mich.“ Er zeigte sich aber auch betroffen über die Verletzung von Kevin Drury. „Es ist sehr schade für ihn, er ist so ein netter Kerl, er sah nicht gut aus.“

Wiedergutmachung für peking

Für Hronek bedeutete der Sieg eine Art Wiedergutmachung für das Halbfinale bei den Olympischen Spielen in Peking, wo er illegal ausgebremst worden war. Florian Fischer rundete das starke Ergebnis des deutschen Teams mit dem sechsten Platz ab.

Maier verliert boden in der gesamtwertung

Daniela Maier musste hingegen einen Rückschlag im Kampf um die Gesamtwertung hinnehmen. Durch ihre Niederlage verlor sie 29 Punkte, während ihre Konkurrentin Sandra Näslund mit ihrem sechsten Saisonsieg 100 Zähler gutmachte. Näslund liegt nun 125 Punkte vor Maier.

Ausblick und verletzung

Maier hat bereits am Samstag am selben Ort die Chance zur Revanche. Danach stehen in Österreich, Kanada und Schweden weitere fünf Rennen auf dem Programm. Cornel Renn verletzte sich bereits am Freitag in der Qualifikation schwer und zog sich eine Schulterfraktur zu. Wir wünschen ihm gute Besserung!