Künast schweigt: kreis' zukunft beim eishockey offen!
Die Spekulationen um die Zukunft von Bundestrainer Harold Kreis erreichen ihren Höhepunkt. Nach dem müden 6:3-Sieg gegen Großbritannien bei der Eishockey-Weltmeisterschaft hat DEB-Sportvorstand Christian Künast jegliche Aussagen über eine mögliche Vertragsverlängerung vermieden – und damit die Gemüter neu entflammt.

Die analyse vor der entscheidung
„Darüber müssen wir noch nicht sprechen. Lasst uns erstmal die Analyse machen. Das Turnier ist ja noch nicht mal zu Ende“, erklärte Künast nach dem Spiel. Ein diplomatisches Manöver, das jedoch mehr Fragen aufwirft als es Antworten gibt. Die deutsche Mannschaft, die bereits im Vorrunden-Aus steht und somit wohl erneut das Viertelfinale verpassen wird, steht vor einer sportlichen und strategischen Zäsur.
Die Chancen auf eine K.o.-Runde sind bestenfalls gering, abhängig vom Ausgang des Spiels zwischen Ungarn und Lettland am Dienstag. Aber Künast will sich nicht vorschnell festlegen. „Warum soll ich jetzt was dazu sagen? Das hab ich noch nie gemacht und mach es auch jetzt nicht.“ Ein Satz, der in der Eishockey-Szene für Kopfschütteln sorgt.
Die Fans machen bereits Stimmung. Bereits vor dem Spiel gegen Großbritannien äußerten die Zuschauer ihren Unmut über Kreis' Führung durch Buhrufe. Die Kritik am 67-jährigen Trainer, der seit 2019 im Amt ist, wächst seit dem enttäuschenden Turnier in Dänemark und dem Debakel bei den Olympischen Spielen in Mailand. Es wäre bereits das dritte enttäuschende Turnier in Serie.
Die Analyse des bisherigen Turniers wird ab kommender Woche beginnen. Ein besonders brisantes Thema, da im kommenden Jahr die Heim-WM in Düsseldorf, Mannheim und auf Schalke auf dem Programm steht. Der Druck auf den Deutschen Eishockey-Bund und seinen Vorstand ist enorm. Die Fans fordern frischen Wind, während Künast weiterhin die Karten dicht hält.
Die Leistung der deutschen Mannschaft wirft ein schlechtes Licht auf die anstehende Heim-WM. Es bleibt abzuwarten, ob sich Künast vor dem Turnier noch zu Kreis' Zukunft äußert oder ob die Entscheidung über die weitere Trainerfrage bis zum Schluss vertagt wird. Eine Sache ist jedoch klar: Die Eishockey-Fans in Deutschland erwarten eine deutliche Verbesserung gegenüber den bisherigen Leistungen.
