Krösche reagiert auf riera: „er hat nicht so viele schwierige dinge gesagt“
Markus Krösche wählte die Nuance statt den Knüppel. Einen Tag nach Albert Rieras sechsminütigem Pressemonolog relativierte der Frankfurter Sport-Geschäftsführer die Wortlawine seines Trainers – und schob nur bei einem Satz deutlich nach.
Die wutrede, die laut krösche keine war
„Ich habe oft das Wort Wutrede gelesen“, sagte Krösche am Samstag vor dem Spiel gegen den HSV bei Sky. „Ich fand, das war keine Wutrede.“ Stattdessen habe Riera lediglich „das, was in seinem Herzen war“, herausgelassen. Die Quintessenz des Managers: „Er hat gar nicht so viele schwierige Dinge gesagt.“
Doch es gibt einen Punkt, bei dem selbst der sonst so loyale Krösche einräumt, dass sein Coach danebenlag. Riera hatte Reportern vorgeworfen, „nicht mit dem Herzen beim Verein“ zu sein, und einen Journalisten mit den Worten „Wenn du diesen Klub nicht liebst, dann geh“ bedacht. „In dem Moment war das nicht unbedingt glücklich“, gibt Krösche zu. Dann schiebt er schützend nach: „Aber es war auch nicht unbedingt böse.“

Burkardt wieder in der startelf – rieras test gelungen?
Auslöser für Rieras Emotionalisierung war ein Bericht über Streit mit Stürmer Jonathan Burkardt, dem angeblich zu hohe Körperfettwerte vorgeworfen wurden. Krösche kommentierte die Vorwürfe nicht direkt, betonte aber: „Natürlich ist es so, dass auch ein Trainer die Möglichkeit hat, kritisch gegenüber Spielern zu sein.“ Gegen den HSV stand Burkardt von Anfang an auf dem Platz. „Die Reaktion, die er gegeben hat, war toll“, sagte Riera.
Ob der Spanier nach dem Sommer weiter auf der Frankfurter Bank sitzt? Krösche lässt die Frage im Raum stehen – und kontert mit einer Gegenfrage: „Warum denn nicht?“ Es klingt wie ein Bekenntnis, das bewusst offen gehalten wird. Denn bei Eintracht Frankfurt weiß man: Herzschmerz gehört zum Club wie der Adler auf der Brust. Nur Erfolg lindert ihn.
