Krieg stoppt formel-1-tests: 2000 mitarbeiter sitzen fest
Raketen, Drohnen, geschlossene Flughäfen – und mittendrin die Formel 1. Was am Wochenende eigentlich ein regulärer Reifentest auf dem Bahrain International Circuit sein sollte, endete abrupt, als der Iran seine Angriffe auf die Region startete. Pirelli-Techniker, McLaren- und Mercedes-Mitarbeiter brachten sich in ihren Hotels in Sicherheit. Die Koffer sind gepackt. Die Frage ist nur: Wohin?
Raketen in 15 kilometern entfernung zur rennstrecke
Der Iran beschoss am Samstag einen US-Militärflughafen – nur 15 Kilometer südlich des Circuits. Gleichzeitig traf es ein Hochhaus in Manama. Raketen- und Drohnenangriffe auf Katar, Dubai und Abu Dhabi folgten. Die Reaktion war unmittelbar: Mehrere Staaten schlossen ihren Luftraum, Dubai International, Abu Dhabi International und Doha Hamad stellten den Betrieb weitgehend ein. Die Teststrecke war plötzlich das Ruhigste in der ganzen Region.

Der saisonauftakt in melbourne hängt in der luft
Das eigentliche Problem ist ein logistisches. Rund 2.000 Mitarbeitermüssen bis zum 8. März in Melbourne sein – dem Auftakt der neuen Formel-1-Saison. Mechaniker der Racing Bulls strandeten auf dem Weg über Dubai zunächst in Bologna. Mercedes buchte Personal auf Alternativflüge um und gibt sich nach außen hin gelassen. Neue Routen werden derzeit über Singapur und Hongkong organisiert. Ob das Equipment rechtzeitig ankommt, steht auf einem anderen Blatt.

Formel 2 trifft es noch härter
Während die Königsklasse noch Ressourcen hat, um umzuplanen, kämpft die Formel 2 mit einem handfesteren Problem. Ihr Saisonstart ist der 6. März in Melbourne – zwei Tage früher als die Formel 1. Mehrere Teams melden, dass Teile ihrer Ausrüstung an den gesperrten Flughäfen der Golfstaaten festhängen. Kein Geld der Welt kauft einen Frachter aus einem geschlossenen Luftraum heraus.

Was die formel 1 offiziell sagt – und was sie verschweigt
Die Formel 1 teilte den Teams mit, man „beobachte
