Kolumbien: james rodríguez in foto-kontroverse nach staatsakt
Ein schattenwerfender Vorfall überschattet die Vorbereitung der kolumbianischen Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft 2026: Berichten zufolge soll Kapitän James Rodríguez der 17-jährigen Antonella, der Tochter des Präsidenten Gustavo Petro, während einer exklusiven Zeremonie eine Verbeugung verweigert haben. Die Szene, die sich hinter verschlossenen Türen abspielte, wirft Fragen nach Professionalität und Umgangsformen auf.
Ein geheimer akt und schlechte stimmung
Die Übergabe des kolumbianischen Wappens an das Team erfolgte in einer Veranstaltung, zu der die Presse keinen Zugang hatte. Während des Aktes, bei dem Präsident Petro den Spielern ein traditionelles sombrero vueltiao überreichte, zeigten viele der Fußballstars wenig Enthusiasmus und schienen wenig erfreut. Diese Stimmung verstärkte sich durch den Vorfall mit Antonella.
Die junge Frau, offenbar eine begeisterte Fußballfanin, hatte sich auf die Gelegenheit gefreut, ihren Idol zu treffen und ein Foto mit ihm zu machen. Doch Rodríguez, der sich angeblich anderen Personen zuwandte, ignorierte ihre Bitte – ein Verhalten, das in den sozialen Medien für heftige Kritik sorgte. Heidy Sánchez, Stadträtin von Bogotá, äußerte sich empört: „James Rodríguez, so machohaft im Umgang mit einem jungen Mädchen und gleichzeitig so feige und anpöbelnd auf dem Spielfeld! Er ist selbst Vater und würde es niemals wünschen, dass seine Tochter eine solche Demütigung erfährt.“
Die Online-Plattform X (ehemals Twitter) brodelte, wobei „Antonella“ und „James Rodríguez“ zu den meistdiskutierten Themen gehörten. Der Hashtag #JamesRodríguez sorgte für eine Welle der Empörung unter den Nutzern.

Spannungen und politische nebensächlichkeiten
Der Vorfall ereignete sich inmitten einer ohnehin angespannten Atmosphäre. Während des Treffens überreichte der Teamchef Néstor Lorenzo dem Präsidenten ein von allen Spielern signiertes Trikot und einen trionda-Ball, der bei der Weltmeisterschaft zum Einsatz kommen wird. Viele der Spieler wirkten unwohl und wenig lächelnd. Selbst auf dem offiziellen Foto positionierte sich Rodríguez im Hintergrund.
Parallel dazu sorgte eine rechtliche Auseinandersetzung um die Verwendung des kolumbianischen Nationaltrikotes in Wahlkampfaktionen für zusätzliche Verwirrung. Ein Richter hatte angeordnet, dass der Präsidentschaftskandidat Abelardo de la Espriella und seine Anhänger das Trikot nicht mehr für politische Zwecke nutzen dürfen. Senatorin María Fernanda Cabal kritisierte die Entscheidung scharf: „Die Trikots der Nationalmannschaft gehören niemandem allein, und kein Richter darf die freie Meinungsäußerung einschränken!“
Die Ereignisse in Bogotá werfen ein schlechtes Licht auf die kolumbianische Nationalmannschaft und werfen Fragen nach dem Verhalten von Stars wie James Rodríguez auf. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Vorfall die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft beeinträchtigen wird. Der Fokus liegt nun auf dem letzten Testspiel gegen Jordanien, bei dem die Mannschaft versuchen muss, das negative Image abzustreifen und sich auf das Turnier zu konzentrieren.
