Kolumbien: foto-eklat droht wm-debüt!

Die Vorfreude auf die WM 2026 in Nordamerika ist in Kolumbien getrübt. Ein unglücklicher Moment beim Abschied der Nationalmannschaft von Präsident Gustavo Petro hat für hitzige Debatten in den sozialen Medien gesorgt, und das nicht nur wegen der sportlichen Aspekte.

Ein foto, das die gemüter erhitzt

Ein foto, das die gemüter erhitzt

Im Rahmen der traditionellen Übergabe der Nationalflagge an die Fußballnationalmannschaft, die sich auf ihren Weg zur Weltmeisterschaft begeben, kam es zu einer peinlichen Situation. Während die 26 von Trainer Néstor Lorenzo nominierten Spieler in Bogotá auf den Abflug warteten, um sich in den USA für die WM vorzubereiten (mit einem Freundschaftsspiel gegen Jordanien), waren Präsident des kolumbianischen Fußballverbands, Ramón Jesurún, Sportministerin Patricia Duque und die jüngste Tochter des Präsidenten, Antonella Petro, anwesend. Der eigentliche Aufreger: Präsident Petro überreichte jedem Spieler einen traditionellen 'Vueltiao'-Hut.

In diesem Moment nutzte Antonella Petro die Gelegenheit, um sich ein Foto mit Kapitän James Rodríguez zu machen. Doch der Starspieler, bekannt für seine Spielintelligenz und seine manchmal schwierige Persönlichkeit, setzte seinen Weg in der protokollarischen Reihenfolge fort, ohne auf die Bitte der jungen Frau einzugehen. Ein Verhalten, das sofort für Empörung sorgte.

Die Fans sind gespalten. Einige Verteidiger argumentieren, dass Rodríguez lediglich die Strenge des offiziellen Protokolls wahren wollte. Andere werfen ihm mangelnde Höflichkeit gegenüber einer fußballbegeisterten Teenagerin vor. Die sozialen Medien explodierten förmlich: „Ein solches Auftreten gegenüber Antonella nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Familie des Präsidenten ist schlichtweg furchtbar“, hieß es in den Kommentaren auf X (ehemals Twitter).

Doch damit nicht genug: Beobachter wiesen darauf hin, dass diesmal – anders als in der Vergangenheit – nicht der Kapitän, sondern der Trainer Néstor Lorenzo die Nationalflagge von Präsident Petro entgegennahm. Auch diese Tatsache wurde von vielen als Zeichen der Abkühlung zwischen dem Kapitän und dem Machtzentrum interpretiert.

Die kolumbianische Nationalmannschaft startet trotz dieser Verwicklungen in das Abenteuer Nordamerika. Ob die Kontroversen den Fokus der Mannschaft auf das sportliche Ziel – die Rückkehr zu WM-Erfolgen nach dem verpassten Turnier 2022 in Katar – beeinträchtigen werden, bleibt abzuwarten.

Die Entscheidung von James Rodríguez, die Bitte der jungen Frau zu ignorieren, wirft ein schlechtes Licht auf das Team, das sich eigentlich präsentieren wollte: eine Einheit, die trotz politischer Spannungen zusammenhält. Die WM steht vor der Tür, doch der Schatten der Kontroverse liegt bereits über der Mannschaft.