Kohler attackiert kwasniok: „el mala muss spielen – punkt!“
Said El Mala sitzt wieder nur auf der Bank, der FC verliert in Augsburg 0:2, und die Wut der Fans kocht hoch. Jürgen Kohler legt nach: Der Weltmeister von 1990 fordert den 19-Jährigen als Fixstarter – Verletzung hin oder her.
Die zahl, die kwasniok erklären muss
Sechs Tore, drei Vorlagen in 427 Minuten – das ist El Malas Bilanz in dieser Bundesliga-Saison. Umgerechnet auf 90 Minuten: 1,9 Torbeteiligungen. Kein anderer Kölner Offensivspieler kommt auch nur halbwegs ran. Dennoch stand er nur viermal von Beginn an auf dem Platz. Kohler findet das „absurd“. Im Doppelpass wettert er: „Wenn ein Junge so eine Wirkung hat, spielt er. Alles andere ist Verschwendung.“
Trainer Timo Kwasniok verteidigt sich mit Oberschenkelproblemen. „Er konnte diese Woche keinen Sprint ziehen“, sagt er nach dem Augsburg-Spiel. Kohler kontert unverblümt: „Wenn er angeschlagen ist, ist es richtig, ihn zu schonen. Aber wenn er fit ist, muss er stehen – egal ob 19 oder 29.“

Signal iduna park als prüfstand
Samstag, 18.30 Uhr, Borussia Dortmund im RheinEnergieStadion. Die BVB-Abwehr ist dieses Jahr alles andere than stabil. Ein Heimspiel, das nach Punkten schreit. Kwasniok schwieg gestern auf der Pressekonferenz, als ihn jemand fragte, ob El Mala dann endlich in der Startelf stehe. Schweigen kann Provokation sein – oder Unsicherheit.
Kohler hat schon klar gemacht, was er davon hält: „Wenn er wieder nur ein Joker ist, verlierst du zwei Dinge: das Spiel und das Talent.“ Die Fans rufen auf Social Media schon nach einem eigenen Hashtag: #FreeElMala. Die Entscheidung fällt heute Nachmittag, wenn der Kader für Samstag nominiert wird.
Die Uhr tickt. Nicht nur für den FC, der mit 21 Punkten auf dem 13. Platz klebt. Sondern auch für El Malas Geduld. Denn Talente wachsen nicht im Schatten – sie verblassen.
