Koch fliegt, kalimuendo trifft: eintracht wankt zum glücklichen sieg gegen schlusslicht heidenheim
Die Eintracht hat sich ausgerechnet gegen den Tabellenletzten festgebissen – und am Ende doch noch gezittert. 1:0 gegen Heidenheim, ein Tor von Arnaud Kalimuendo, ein Platzverweis für Robin Koch und ein VAR-Geschenk verhinderten den GAU im Waldstadion.
Riera verzichtet auf burkardt – und kriegt trotzdem drei punkte
Albert Riera schickte Jonathan Burkardt und Oscar Höjlund auf die Tribüne, setzte stattdessen auf Bahoya und Amaimouni-Echghouyab als Turbo-Flügel. Was folgte, war 45 Minuten Ballbesitz-Fußball ohne Zähne. 75 Prozent Ballbesitz, eine einzige Torschuss – und Pfiffe, die bis nach Offenbach zu hören waren. Heidenheim stand tief, aber nicht einmal das konnte die Frankfurter zum Leben erwecken.
Kalimuendo hing in der Spitze so verloren wie ein Eintracht-Fan im Block der Gäste. Bahoya war unsichtbar, nur Amaimouni-Echghouyab zog mit seinen Dribblings halbwegs die Aufmerksamkeit auf sich. Die Gäste? Kamen nicht mal in Schussposition.

Var rettet, koch rastet, traoré verballert
Nach dem Seitenwechsel dann die erlösende Flanke von Farès Chaibi, Koch setzte sich durch, Kalimuendo knallte die Kugel zum 1:0 in die Maschen. Die Arena atmete auf – und die Eintracht sofort wieder schwer. In der 68. Minute hätte Sirlord Conteh zum Ausgleich getroffen, doch die Linie war knapp, der VAR zückte den Daumen, die Führung stand.
Die 73. Minute brachte die nächste Zitterpartie: Koch foult Mikkel Kaufmann, Gelb-Rot, Unterzahl. Doan verpasste das 2:0 (75.), Amaimouni-Echghouyab prüfte Ramaj (79.). Die größte Chance auf den Ausgleich hatte Omar Traoré, der aus sieben Metern drüber donnerte (87.).
Am Ende stehen drei Punkte, die wie ein Befreiungsschlag wirken, aber nach dem Spielverlauf eher wie ein glücklicher Raubzug. Die Eintracht bleibt dran – mit einem Bein in der Europa-League-Quali und dem anderen noch tief im Schlamassel der eigenen Leistung.
