Klose warnt die bundesliga: der plan hinter nürnbergs comeback

Miroslav Klose lacht nicht mehr nur. Er kommandiert. Auf der Bank des 1. FC Nürnberg sitzt der einstige Weltmeister, zieht die Fäden und lässt die Zweite Liga zappeln. Sein Credo: „Wir sind jung, wir sind ruppig, und wir brauchen keinen Salto, um aufzufallen.“

Der neue klose-mix: tiktok und taktik

Die Spieler, die er um sich schart, waren noch in der Grundschule, als Klose 2014 in Rio den Pokal hob. Jetzt schaut er ihnen aufs Handy, analysiert 15-Sekunden-Clips und bastelt daraus Video-Lockpicks für deren Köpfe. „Wenn ich die Jungs in der Großeinheit verliere, nehme ich sie raus. Einzelgespräch. Kein Instagram-Scrollen, kein TikTok-Feed. Nur Ball, Raum, Zeit.“

Das Ergebnis: Nürnberg hat seit der Winterpause sieben Spiele nicht verloren, kassierte nur drei Gegentore und rückt auf Platz sieben heran. Die Tabelle lügt nicht, aber Klose lügt auch nicht: „Wir sind noch nicht oben, wir sind nur aufwärts.“

Vertrag bis 2028 – und kein ausstieg in sicht

Vertrag bis 2028 – und kein ausstieg in sicht

Mitte Februar unterschrieb er vorzeitig bis 2028. Keine Exit-Klausel, keine Spielverderber-Paragrafen. „Ich will hier Meister werden. Und ich will mit diesen Jungs Champions League trainieren. Wenn das in Nürnberg passiert, warum dann woanders?“

Die Fans spüren die Ehrlichkeit. Vor dem Heimspiel gegen Kiel formierte sich eine Schlange von 400 Leuten, nur um ein Selfie mit dem Trainer. Kein Bodyguard, kein VIP-Bereich. Klose steht im Regen, quatscht, unterschriftet Trikots von 1998 bis 2026. „Das habe ich in München nie gehabt“, sagt er leise. „Dort war ich Miro. Hier bin ich Mister Klose.“

Die nächsten Gegner: Hannover, dann Düsseldorf. Beide direkte Konkurrenten. Klose nimmt die Zeitung, zeigt auf die Tabelle. „Wenn wir da punkten, springt der Schalter. Dann glauben nicht nur wir daran, dann glaubt die Liga mit.“

Und der Salto? „Kommt erst, wenn wir aufsteigen. Dann ist das Krankenhaus egal.“